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🔴 Alte Nebengebäude können schadstoffhaltig sein. Alte Dachpappe, Bitumenbahnen, Faserzementplatten sowie Kleber, Kitte und Spachtelmassen können bei Objekten mit Baubeginn bis einschließlich 31.10.1993 asbesthaltig sein; bei später erneuerten Bauteilen sind deren Einbau- und Produktnachweise gesondert zu prüfen; alte Dämmstoffe aus künstlichen Mineralfasern gelten, wenn sie vor 1996 eingebaut wurden, sind nach TRGS 521 als krebserzeugend Kategorie 1B zu behandeln; bei Einbau zwischen 1996 und 2000 gilt dies ohne Einzelnachweis weiter. Gerade alte Gartenhäuser tragen oft noch die alte Pappe oder eine alte Bahn, die seit Jahrzehnten liegt. Die beiden Stichtage sind zu trennen: Asbest knüpft an den Baubeginn des Objekts, die alte Mineralwolle an den Einbau des Dämmstoffs — nicht an sein Herstellungsdatum. Bei Verdacht gilt: nicht öffnen, nicht zerstören; Umgang nach TRGS 519 (Asbest), nach TRGS 521 (alte Mineralwolle) und — bei teerhaltiger alter Pappe — nach TRGS 551 (Teer/PAK) durch einen dafür qualifizierten Fachbetrieb.
| Nutzung | Feuchtequelle | GModG-Weiche | Lüftung |
|---|---|---|---|
| Kalter Lagerraum | keine nennenswerte | in der Regel außerhalb | Staufeuchte über Querlüftung |
| Frostgeschützte Werkstatt | kurz, mäßig | § 2 prüfen | mechanisch oder Querlüftung |
| Saisonales Gästehaus | schubweise, zeitweise | § 2 beziehungsweise § 39 prüfen | bewohnungstypisch |
| Dauerhaft beheizter Hobbyraum | dauerhaft | Teil der thermischen Hülle | wie Wohnraum |
| Deckung | Außenschicht | Dämmweg |
|---|---|---|
| Bitumenbahn auf Schalung | dichte, wasserführende Deckung | belüftet: Dämmung darunter mit Hinterlüftung |
| Bitumenschindeln mit Vordeckbahn | Vordeckbahn als Unterlage | belüftet, Vordeckbahn ist keine UDB |
| Ziegeldeckung mit UDB/USB | lose Deckung plus Bahn | belüftet mit Unterspannbahn zur Regensicherheit |
| Blechdeckung | lose oder profilierte Deckung | belüftet; Unterdeckbahn nach Produktklasse |
| Bild | Ursache | Prüfschritt |
|---|---|---|
| Flächiger Beschlag bei kalter Witterung | Kondensat an der kalten Dachhaut | Lüftung und Feuchtequelle prüfen |
| Lokaler Fleck nach Regen | Deckungs- oder Anschlussleck | Deckung und Durchdringungen prüfen |
| Feuchte nach der Nutzung | eingetragene Raumfeuchte | Nutzung und Abluft prüfen |
Den Bestand bestimmen; bei Verdacht auf Asbest in alter Pappe oder Bahn oder auf alte Mineralwolle endet das Öffnen hier (siehe ganz oben).
Feststellen, ob das Gartenhaus beheizt wird und welche Nutzung daraus folgt — oder ob es ein unbeheizter Abstellraum bleibt. Die Gebrauchsklasse des Holzes nach DIN 68800-1 wird getrennt davon anhand der Bauteilexposition bewertet.
Bei Beheizung prüfen, ob ein Tatbestand der Anlage 7 zu § 36 GModG greift — je nach Dachart Nr. 5b (Dachdeckung/Lattung) oder Nr. 5c (flächige Abdichtung) — oder ob durch die erstmalige Beheizung § 39 GModG zu prüfen ist — im Zweifel über den Energieberater.
Ob die leichte Konstruktion Dämmung, Unterdeckbahn und eine dichtere Deckung trägt.
Die Hinterlüftungsebene dimensionieren — frei und ausreichend, sonst funktioniert der Kaltdachaufbau nicht.
Die Schichtenfolge nach DIN 4108-3 prüfen; Dampfbremse und sd-Wert daraus ableiten.
Den Klemmfilz lückenlos zwischen die Sparren einpassen, ohne die Hinterlüftung zu verschließen.
Die Dampfbremse raumseitig setzen und nach DIN 4108-7 lückenlos anschließen.
Die diffusionsoffene Unterdeckbahn auf der kalten Seite anordnen — nicht dampfdicht, sonst wird Feuchte eingeschlossen.
Kontrollieren, dass die Hinterlüftung zwischen Dämmung und Außenschicht frei und durchgehend ist — sie ist die Feuchtesicherung, gleich welche Bahn außen liegt.
| Fehler | Folge |
|---|---|
| Unbeheiztes Gartenhaus unnötig gedämmt | Aufwand ohne gesetzlichen Anlass |
| Beheiztes Gartenhaus nicht gedämmt | Kondensat und Wärmeverlust, U-Wert-Anforderung |
| Hinterlüftung fehlt oder ist zugestopft | Kaltdach wird zum unbelüfteten Dach |
| Dampfbremse weggelassen | Feuchte zieht in die Dämmung |
| Dampfbremse falsch angeschlossen | feuchte Raumluft strömt an den Anschlüssen ein |
| UDB und Vordeckbahn verwechselt | Bahn übernimmt die falsche Funktion |
| Kondensat auf der kalten Dachhaut unterschätzt | Tauwasser durchnässt Dämmung und Holz |
| Dichte Außenschicht ohne Hinterlüftung gedämmt | Feuchte wird in der Dämmung eingeschlossen |