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| Eindeckung | Braucht | Neigung | Haltbarkeit | Optik |
|---|---|---|---|---|
| Dachpappe, besandet, genagelt | Schalung | flach bis mittel | kurz bis mittel | einfach, sichtbar Bahn |
| Selbstklebende Bitumenbahn | Schalung, trocken und sauber | flach bis mittel | mittel | wie Dachpappe, sauberer |
| Bitumen-Schweißbahn (nur Fachbetrieb) | Schalung, offene Flamme | flach bis mittel | lang | dunkel, gleichmäßig |
| Bitumenschindeln | Schalung | mittel bis steil | lang | am ansprechendsten, ziegelähnlich |
| Bitumenwellplatte | Lattung oder Schalung | flach bis mittel | mittel bis lang | Wellenstruktur, matt |
| Kunststoffwellplatte | Lattung oder Schalung | flach bis mittel | mittel | lichtdurchlässig |
| Trapezblech | Lattung oder Schalung | flach bis mittel | lang | technisch, laut bei Regen |
| Polycarbonat-Stegplatte | Profilsystem auf tragender Unterkonstruktion | flach, als Pultdach | lang | lichtdurchlässig, technisch |
🔴 Zur Schweißbahn — für dieses Bauwerk keine Empfehlung. Sie ist zwar das haltbarste Bahnenprodukt, wird aber mit offener Flamme direkt auf Holz verarbeitet. Auf einem Holzhaus mit Holzschalung ist das eine reale Brandgefahr: Glutnester ziehen in Ritzen und unter Bretter und zeigen sich erst Stunden nach Arbeitsende — dann steht das Gartenhaus in Flammen, wenn niemand mehr da ist.
Bitumenschindeln brauchen eine tragfähige Schalung und eine Vordeckbahn darunter. Dafür halten sie deutlich länger als die Bahn, die dem Bausatz beiliegt — und sehen nach einem Dach aus, nicht nach einem Provisorium.
| Werkzeug | Material |
|---|---|
| Hammer | Eindeckung nach Wahl, Fläche plus Überlappung |
| Cuttermesser mit Hakenklingen | Dachpappstifte oder passende Befestiger |
| Zollstock, Schlagschnur, Bleistift | Bitumen- oder Nahtkleber |
| Wasserwaage, Richtlatte | Traufblech mit Tropfkante |
| Andrückrolle | Ortgangblech oder Ortgangbrett |
| Blechschere | Firststreifen oder Firstschindeln |
| Leiter für den Zugang, Gerüst für längere Arbeiten | verzinkte Stifte für die Bleche |
| Handschuhe | Dachlack für Ausbesserungen |
| Besen | (bei Wellplatten: Nägel mit Dichtkappe) |
🔴 Vorher prüfen: Asbest. Graue, zementartige Faserzement-Wellplatten aus älterer Zeit können Asbest enthalten — auf Carports, Garagen, Schuppen und Ställen ist das häufig. In Deutschland ist die Herstellung und Verwendung solcher Produkte seit dem 31. Oktober 1993 verboten; Bei Objekten mit Baubeginn bis einschließlich 31. Oktober 1993 gilt das verbaute Material bis zum Nachweis des Gegenteils als verdächtig; später erneuerte Bauteile haben ihr eigenes Einbaudatum und werden gesondert belegt. Solche Platten dürfen nicht gesägt, gebohrt, gebrochen oder mit dem Hochdruckreiniger gereinigt werden — jede dieser Handlungen setzt Fasern frei. Der Umgang ist in der TRGS 519 geregelt; Demontage und Entsorgung gehören zu einem dafür qualifizierten und ausgerüsteten Fachbetrieb, die Entsorgung läuft über Annahmestellen mit Nachweis, nicht über den Bauschuttcontainer. Details in Anleitung Bitumenwellplatten, Kunststoff- und Stegplatten verlegen.