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Immer. Die Kammern müssen von oben nach unten durchlaufen, damit Kondenswasser aus ihnen ablaufen kann. Quer verlegte Stegplatten sammeln Wasser in den Kammern — es steht dort, wird trüb, und im Sommer wächst Grünes darin. Die Platte lässt sich dann nicht mehr reinigen, sie ist verbraucht.
Verlegeprofile (H-Profil zwischen zwei Platten, Abschlussprofil am Rand) nehmen die Platte auf und lassen ihr Bewegungsspiel. Auf dem Auflager selbst liegt ein Auflagerband oder ein Dichtprofil — Polycarbonat direkt auf Holz oder Metall scheuert und wird an den Auflagern matt und rissig.
Stegplatten sind meist lang und dehnen sich in der Länge merklich. In den Profilen bleibt Luft, Bohrungen bekommen Übermaß, an den Enden bleibt eine Fuge. Ohne dieses Spiel wölbt sich die Platte in der Sommerhitze aus dem Profil.
Polycarbonat reagiert empfindlich auf bestimmte Dichtstoffe — essigvernetzende Silikone und lösemittelhaltige Produkte greifen die Oberfläche an und erzeugen Spannungsrisse. Verwendet wird, was der Plattenhersteller freigibt, sonst nichts.
Die Stegplatte ist kein Wellplatten-Verwandter, sondern ein Hohlkammerprofil. Sie arbeitet mit der Temperatur, braucht Langlöcher und darf nie starr verschraubt werden.
| Werkzeug | Material |
|---|---|
| Akkuschrauber, Bohrer mit Übermaß | Platten, Fläche plus Überlappung |
| Stichsäge mit feinem Blatt | Befestiger: Nägel mit Dichtkappe oder Bohrschrauben mit Dichtscheibe |
| Feine Handsäge oder Cutter (Bitumen) | Kalotten passend zum Wellenprofil |
| Wasserwaage, Richtlatte, Schlagschnur | Verlegeprofile (bei Stegplatten): H-Profil, Abschlussprofil, Stirnprofil |
| Zollstock, Bleistift | Alu-Klebeband und Anti-Staub-Band (bei Stegplatten) |
| Laufbohle | Auflagerband / Dichtprofil |
| Handschuhe, Schutzbrille | First- und Ortgangprofile |
| Gerüst oder Arbeitsbühne; Leiter nur als Zugang | vom Hersteller freigegebener Dichtstoff |
Das ist kein Formelsatz: Auflagerabstand, Überdeckung, Nagelbild und Mindestneigung unterscheiden sich zwischen Herstellern und zwischen Plattenstärken. Diese vier Zahlen entscheiden über die Arbeit.
Auch die Wellplatte hat eine Regeldachneigung, und auch sie darf unterschritten werden. Dabei gelten zwei Ebenen: die ZVDH-Fachregel für diese Deckungsart und die Verlegeanleitung des konkreten Produkts, die den Rahmen der Fachregel konkretisiert — strenger sein darf sie, großzügiger nicht.
Auflagerabstand nachmessen. Zu weit? Dann wird nachgelattet, bevor die erste Platte hochkommt. Auflager eben ausrichten — eine Platte auf ungleichen Auflagern steht unter Spannung und reißt.
Nutzbreite (nicht Baubreite!) mit der Fläche verrechnen — die Überlappung geht von der Breite ab. Wer mit der Baubreite rechnet, hat am Ende eine Platte zu wenig.
Auf sauberer Unterlage, Schutzfolie drauf lassen. Bei Kunststoff mit feiner Verzahnung, bei Bitumen mit Handsäge oder Cutter.
Rechtwinklig zur Traufe, mit Überstand über die Rinne. Diese eine Platte legt die Richtung für die ganze Fläche fest.
Nach dem Nagelbild der Anleitung, an den Auflagern, nicht im freien Feld. Nur bis zum leichten Anliegen der Dichtung anziehen.
Oben Alu-Band, unten Anti-Staub-Band, Stirnprofile darüber, Entwässerungsöffnungen freilassen.
| Fehler | Folge |
|---|---|
| Befestiger im Wellental statt im Wellenberg | Loch steht im Wasser, tropft dauerhaft |
| Bohrloch ohne Übermaß bei Kunststoff | Beulen im Sommer, Risse am Loch im Winter |
| Schraube überdreht | Dichtscheibe platzt, Platte reißt ein, Wasser läuft am Schaft ein |
| Keine Kalotte unter dem Schraubenkopf | Wellenberg wird eingedrückt, Platte verformt sich |
| UV-Seite nach unten verlegt | Platte vergilbt und versprödet innerhalb weniger Jahre |
| Stege quer statt in Gefällerichtung | Wasser steht in den Kammern, Algenbildung, Platte unbrauchbar |
| Beide Stirnseiten dicht verklebt | Kondensat bleibt in den Kammern, Platte wird von innen grün |
| Stirnseiten gar nicht verschlossen | Staub und Insekten in den Kammern, nicht mehr zu reinigen |
| Kein Ausdehnungsspiel | Platte wölbt sich im Sommer aus dem Profil |
| Essigvernetzendes Silikon an Polycarbonat | Spannungsrisse, Platte wird undicht |
| Auflagerabstand überschritten | Durchbiegung, stehendes Wasser, Bruch unter Schneelast |
| Auf die Platte getreten | Bruch, bei Bitumen ohne jede Vorwarnung |
| Mit der Baubreite statt der Nutzbreite gerechnet | Material fehlt, Überlappung wird gekürzt, Dach undicht |
| Nicht versetzt verlegt (Bitumen) | vier Ecken stoßen zusammen, Platten stehen hohl, Leck |