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Von Franke Baustoffe
24. Aug. 2026 14 Min. Lesezeit

Bitumenwellplatten, Kunststoff- und Stegplatten verlegen

Bitumen, Kunststoff, Polycarbonat — drei Materialien, drei Regelwerke
Bitumen, Kunststoff und Polycarbonat sehen auf dem Dach ähnlich aus und verlangen völlig Unterschiedliches. Wer die Regeln des einen Materials auf das andere überträgt, bekommt Risse, Pfützen oder ein Dach, das sich im Sommer wirft.
12 Arbeitsschritte
14 typische Fehler
3 Materialien

Vorab: alte Welleternit-Platten abnehmen

Bevor irgendetwas Neues verlegt wird, muss das Alte herunter — und genau hier liegt ein Risiko, das nichts mit Handwerk zu tun hat.
Graue, zementartige Wellplatten aus älterer Zeit können Asbest enthalten. Sie wurden jahrzehntelang auf Garagen, Schuppen, Ställen und Carports verlegt und sehen aus wie eine harmlose Faserzementplatte: mattgrau, hart, spröde, oft bemoost. In Deutschland ist die Herstellung und Verwendung solcher Produkte seit dem 31. Oktober 1993 verboten — Bei Objekten mit Baubeginn bis einschließlich 31. Oktober 1993 gilt das verbaute Material bis zum Nachweis des Gegenteils als verdächtig; später erneuerte Bauteile haben ihr eigenes Einbaudatum und werden gesondert belegt.

Was dann gilt

Nicht sägen. Nicht bohren. Nicht brechen. Nicht mit dem Hochdruckreiniger abwaschen. Jede dieser Handlungen setzt Fasern frei, die eingeatmet werden und Jahrzehnte später Krebs auslösen können. Es genügt nicht, dabei die Luft anzuhalten oder eine Papiermaske zu tragen.
Der Umgang mit asbesthaltigen Bauteilen ist in der TRGS 519 geregelt. Abbruch, Demontage und Entsorgung gehören in die Hände eines dafür dafür qualifizierter Fachbetriebs — das ist keine Vorsichtsempfehlung, sondern Arbeitsschutzrecht. Die Entsorgung erfolgt über zugelassene Annahmestellen mit Nachweis, nicht über den Bauschuttcontainer.

Wie man Klarheit bekommt

Das Alter des Gebäudes ist der erste Anhaltspunkt. Der zweite sind die Unterlagen — verlässliche Bau- und Produktnachweise räumen den Verdacht aus, und dann braucht es keine Analyse. Erst wenn sie fehlen oder nichts hergeben, klärt die Materialprobe im Labor. Die Probe selbst darf nicht durch Absägen eines Stücks genommen werden. Wer unsicher ist, ruft einen Fachbetrieb an, bevor er auf das Dach steigt.
Neu gekaufte Faserzement-Wellplatten sind selbstverständlich asbestfrei. Das Thema betrifft ausschließlich den Bestand, der herunterkommt.

Drei Materialien, die man nicht verwechseln darf

Der Begriff „Wellplatte" umfasst Produkte, die sich nur in der Form ähneln. Die Verlegeregeln sind unterschiedlich, und wer sie verwechselt, macht verlässlich denselben Fehler.
Bitumenwellplatte
Bitumengetränkte Faserplatte, matt, undurchsichtig, leicht zu schneiden. Sie wird genagelt oder geschraubt, immer im Wellenberg. Ihr größtes Thema ist der enge Auflagerabstand — sie ist biegeweich und braucht mehr Unterstützung, als die meisten einplanen. Bei Hitze wird sie weich; sie ist nicht begehbar, auch nicht kurz.
Kunststoffwellplatte
aus PVC oder Polycarbonat. Lichtdurchlässig, formstabil, spröder als Bitumen. Ihr Thema ist die Wärmeausdehnung: Sie arbeitet spürbar, und wer sie festklemmt, bekommt Beulen und Risse an den Löchern. Sie hat außerdem eine UV-Schutzseite, die nach oben gehört.
Stegplatte
aus Polycarbonat. Mehrere Kammern zwischen zwei Deckschichten, deutlich stabiler und wärmedämmender als eine Wellplatte, dafür teurer und anspruchsvoller. Sie wird nicht einfach aufgelegt und durchgeschraubt, sondern läuft in einem Profilsystem. Ihr Thema sind die Stirnseiten, und daran scheitern die meisten Selbstbauten.

Unser Wellplatten Sortiment 50 Produkte

Filter

Bitumenwellplatten verlegen

Auflagerabstand
Die Herstellervorgabe steht in der Verlegeanleitung und ist enger, als es aussieht. Wer die Platte über zu große Abstände spannt, bekommt eine Wellenlinie im Dach, Wasser steht in den Mulden, und beim Betreten bricht sie durch. Der Abstand am Traufauflager ist oft ein anderer als in der Fläche — das steht ebenfalls im Verlegeplan und wird gern überlesen.
Verlegerichtung
Gegen die Hauptwindrichtung arbeiten, damit der Wind die Längsüberlappung zudrückt statt aufreißt. Von unten nach oben eindecken.
Versetzte Reihen
Bitumenwellplatten werden in der zweiten Reihe um eine halbe Platte versetzt, damit keine Kreuzfuge entsteht — an einer Stelle, an der vier Plattenecken zusammenstoßen, liegt zu viel Material übereinander, die Platten stehen hohl und das Dach wird an dieser Stelle undicht. Wer nicht versetzen will, muss die Ecken nach Herstellerangabe beschneiden.
Überlappung
Seitlich mindestens eine Welle, bei geringer Neigung zwei. Kopfseitig richtet sich die Überdeckung nach der Neigung: je flacher, desto mehr. Beide Werte stehen im Verlegeplan.
Befestigung
Nägel oder Schrauben immer im Wellenberg, nie im Tal. Im Tal steht Wasser, und jede Durchdringung dort ist ein Leck mit eingebautem Vorratsbehälter. Die Befestiger tragen eine Dichtkappe, die den Kopf überdeckt. Das Nagelbild — wie viele Befestiger pro Platte und an welchen Wellen — steht im Verlegeplan und ist keine Empfehlung: Es ist die Windsogsicherung.
Betreten
Gar nicht. Wenn auf der Fläche gearbeitet werden muss, kommt eine Laufbohle quer über mehrere Auflager.
Temperatur
In praller Sonne wird die Platte weich und verformt sich unter jedem Druckpunkt. Wenn möglich, an einem kühleren Tag oder morgens verlegen.

Kunststoffwellplatten verlegen

Vieles gilt wie oben — Wellenberg, Verlegerichtung, Überlappung. Drei Dinge kommen hinzu.
UV-Schutzseite nach oben
Die Platte hat eine behandelte Seite, oft mit einem Aufkleber oder einem Aufdruck auf der Schutzfolie gekennzeichnet. Falsch herum verlegt vergilbt und versprödet sie innerhalb weniger Jahre. Diese Prüfung dauert zehn Sekunden und entscheidet über die halbe Lebensdauer.
Bohrloch mit Übermaß
Kunststoff dehnt sich bei Wärme deutlich stärker als Stahl. Das Loch wird spürbar größer gebohrt als der Schraubenschaft, damit die Platte sich bewegen kann. Wer passgenau bohrt, klemmt die Platte ein: Bei der ersten Hitzewelle wirft sie Beulen, im Winter reißt sie am Bohrloch.
Nicht festziehen
Die Schraube mit Dichtscheibe wird nur so weit angezogen, dass die Dichtung leicht anliegt — sie soll die Platte abdichten, nicht klemmen. Überdrehte Schrauben platzen die Dichtscheibe, quetschen die Platte und reißen sie ein. Die Kalotte unter dem Schraubenkopf stützt den Wellenberg von unten und verhindert, dass die Platte eingedrückt wird.
Schneiden
Mit feiner Verzahnung — Stichsäge mit Kunststoffblatt oder feine Handsäge. Die Schutzfolie beim Schneiden aufgelassen, sie schützt vor Kratzern.

Stegplatten verlegen — der Sonderfall

Stegplatten sind kein Auflegematerial, sondern ein System. Vier Regeln tragen die ganze Arbeit.
1

Die Stege laufen in Gefällerichtung

Immer. Die Kammern müssen von oben nach unten durchlaufen, damit Kondenswasser aus ihnen ablaufen kann. Quer verlegte Stegplatten sammeln Wasser in den Kammern — es steht dort, wird trüb, und im Sommer wächst Grünes darin. Die Platte lässt sich dann nicht mehr reinigen, sie ist verbraucht.

2

Die Platte liegt in Profilen, nicht auf dem Holz

Verlegeprofile (H-Profil zwischen zwei Platten, Abschlussprofil am Rand) nehmen die Platte auf und lassen ihr Bewegungsspiel. Auf dem Auflager selbst liegt ein Auflagerband oder ein Dichtprofil — Polycarbonat direkt auf Holz oder Metall scheuert und wird an den Auflagern matt und rissig.

3

Ausdehnungsspiel einplanen

Stegplatten sind meist lang und dehnen sich in der Länge merklich. In den Profilen bleibt Luft, Bohrungen bekommen Übermaß, an den Enden bleibt eine Fuge. Ohne dieses Spiel wölbt sich die Platte in der Sommerhitze aus dem Profil.

4

Kein beliebiges Silikon

Polycarbonat reagiert empfindlich auf bestimmte Dichtstoffe — essigvernetzende Silikone und lösemittelhaltige Produkte greifen die Oberfläche an und erzeugen Spannungsrisse. Verwendet wird, was der Plattenhersteller freigibt, sonst nichts.

Die Schutzfolie bleibt bis zum Ende der Montage drauf, wird aber nicht wochenlang in der Sonne liegen gelassen — sonst backt sie fest und lässt sich nicht mehr rückstandsfrei abziehen. Nach der Montage abziehen, nicht vorher, und nicht erst nach dem Sommer.

Die Stegplatte ist kein Wellplatten-Verwandter, sondern ein Hohlkammerprofil. Sie arbeitet mit der Temperatur, braucht Langlöcher und darf nie starr verschraubt werden.

Die Stirnseiten der Stegplatte: oben dicht, unten offen

Das ist der Punkt, an dem selbstgebaute Stegplattendächer fast immer scheitern — und der Fehler ist nicht sichtbar, bis die Platte innen grün ist.
Die Kammern der Stegplatte sind oben und unten offen. Beide Enden müssen verschlossen werden, aber unterschiedlich:
  • Obere Stirnseite (am First, oben am Gefälle): mit dampfdichtem Alu-Klebeband. Hier soll nichts hinein — kein Wasser, kein Staub, keine Luftfeuchte.
  • Untere Stirnseite (an der Traufe): mit Anti-Staub-Band, einem diffusionsoffenen Vliesband. Es hält Insekten und Schmutz draußen, lässt aber Kondenswasser und Wasserdampf aus den Kammern heraus.
Darüber kommt jeweils ein Stirnprofil, das das Band mechanisch schützt. Das Profil an der Traufe hat Entwässerungsöffnungen — die dürfen nicht zugeklebt werden.

Was passiert, wenn man es falsch macht

Beide Seiten dicht verschlossen — die Feuchte, die trotzdem hineingelangt, kommt nicht mehr heraus, kondensiert in den Kammern und ernährt Algen. Beide Seiten offen oder gar nicht verschlossen — Staub, Insekten und Wasser ziehen ein, die Kammern setzen sich zu. Unten dicht und oben offen — die Kammern füllen sich wie Reagenzgläser.
Alle drei Varianten sind irreparabel: Man bekommt eine Stegplattenkammer nicht wieder sauber.

Unser Stegplatten Sortiment 31 Produkte

Filter

Werkzeug und Befestiger für Wellplatten

WerkzeugMaterial
Akkuschrauber, Bohrer mit ÜbermaßPlatten, Fläche plus Überlappung
Stichsäge mit feinem BlattBefestiger: Nägel mit Dichtkappe oder Bohrschrauben mit Dichtscheibe
Feine Handsäge oder Cutter (Bitumen)Kalotten passend zum Wellenprofil
Wasserwaage, Richtlatte, SchlagschnurVerlegeprofile (bei Stegplatten): H-Profil, Abschlussprofil, Stirnprofil
Zollstock, BleistiftAlu-Klebeband und Anti-Staub-Band (bei Stegplatten)
LaufbohleAuflagerband / Dichtprofil
Handschuhe, SchutzbrilleFirst- und Ortgangprofile
Gerüst oder Arbeitsbühne; Leiter nur als Zugangvom Hersteller freigegebener Dichtstoff
12 Arbeitsschritte
8 Werkzeuge
8 Materialposten

Wellplatten verlegen: Schritt für Schritt

1

Verlegeanleitung des konkreten Produkts lesen

Das ist kein Formelsatz: Auflagerabstand, Überdeckung, Nagelbild und Mindestneigung unterscheiden sich zwischen Herstellern und zwischen Plattenstärken. Diese vier Zahlen entscheiden über die Arbeit.

2

Neigung messen und gegen zwei Unterlagen halten

Auch die Wellplatte hat eine Regeldachneigung, und auch sie darf unterschritten werden. Dabei gelten zwei Ebenen: die ZVDH-Fachregel für diese Deckungsart und die Verlegeanleitung des konkreten Produkts, die den Rahmen der Fachregel konkretisiert — strenger sein darf sie, großzügiger nicht.

Was allgemein gilt
Für Faserzement-Wellplatten nennt das Fachregelwerk eine Mindestneigung von . Bei Bitumenwellplatten darf die Regeldachneigung um höchstens 3° unterschritten werden — bei mehr als zehn Meter Sparrenlänge liegt sie bei 15°, die Untergrenze damit bei 12°.
Was das konkrete Produkt sagt
Die Zahlen der Hersteller weichen davon ab und gelten nur für ihr System: Eternit-Standardprofile etwa nennen je nach Sparrenlänge 9° bis 14° und erlauben mit einem Dichtungsprofil in der Höhenüberdeckung zwei Grad weniger; andere Profile wie die Berliner Welle haben eigene Werte. ONDULINE gibt für seine Bitumenwellplatten eine Unterschreitung bis 7° an, im Bereich zwischen 7° und 10° mit Vollschalung, mindestens 30 cm Höhenüberdeckung und zwei Wellen Seitenüberdeckung.
Deshalb wird nicht nach Faustregel gedeckt, sondern nach der Unterlage des Produkts, das auf dem Dach liegt — zusammen mit der Fachregel. Unterhalb der dort genannten Grenze hilft keine Zusatzmaßnahme mehr, und es ist das falsche Material für dieses Dach.
3

Unterkonstruktion prüfen

Auflagerabstand nachmessen. Zu weit? Dann wird nachgelattet, bevor die erste Platte hochkommt. Auflager eben ausrichten — eine Platte auf ungleichen Auflagern steht unter Spannung und reißt.

4

Fläche aufteilen

Nutzbreite (nicht Baubreite!) mit der Fläche verrechnen — die Überlappung geht von der Breite ab. Wer mit der Baubreite rechnet, hat am Ende eine Platte zu wenig.

5

Platten zuschneiden

Auf sauberer Unterlage, Schutzfolie drauf lassen. Bei Kunststoff mit feiner Verzahnung, bei Bitumen mit Handsäge oder Cutter.


Phase 2: Verlegen

6

Traufauflager und Randprofile setzen

7

Erste Platte ausrichten

Rechtwinklig zur Traufe, mit Überstand über die Rinne. Diese eine Platte legt die Richtung für die ganze Fläche fest.

8

Löcher vorbohren — je nach Plattenart unterschiedlich

Wellplatten (Bitumen und Kunststoff): im Wellenberg, bei Kunststoff mit Übermaß, damit sich die Platte bei Wärme bewegen kann. Ob vorgebohrt werden muss, steht in der Verlegeanleitung des Systems: Bei Bitumenwellplatten arbeiten viele Hersteller mit Nägeln oder Schrauben, die direkt gesetzt werden; bei Kunststoff- und Faserzementplatten wird grundsätzlich vorgebohrt. Im Zweifel vorbohren — das schadet nie, während das Durchschrauben einer spröden Platte sie reißen lässt.
Stegplatten: Sie haben keinen Wellenberg — sie sind flach. Sie werden in der Regel überhaupt nicht durch die Fläche geschraubt, sondern in Profilen gehalten: H-Profil zwischen zwei Platten, Abschlussprofil am Rand. Wo das System eine direkte Verschraubung vorsieht, wird durch die Deckschicht mit deutlichem Lochübermaß gebohrt und mit Dichtscheibe verschraubt, ohne die Platte zu klemmen. Maßgeblich ist die Systemanleitung — eine Stegplatte wie eine Wellplatte zu behandeln, zerstört sie.
9

Befestigen

Nach dem Nagelbild der Anleitung, an den Auflagern, nicht im freien Feld. Nur bis zum leichten Anliegen der Dichtung anziehen.

10

Stirnseiten der Stegplatten schließen

Oben Alu-Band, unten Anti-Staub-Band, Stirnprofile darüber, Entwässerungsöffnungen freilassen.

11

First, Ortgang und Wandanschluss mit Systemprofilen schließen


Phase 3: Abschluss und Prüfung

12

Schutzfolie abziehen und mit Wasser prüfen

Beratungsgespräch bei Franke Baustoffe: Musterplatten und Farbkarten im Vergleich
  Baustoffhandel seit 1978
Welche Plattenstärke passt?
Auflagerabstand und Dachneigung durchgeben — dann passt die Plattenstärke zum Dach.
Beratung anfragen05839 97786-0Mo–Fr · Schneflingen

Die häufigsten Fehler an Well- und Stegplatten

FehlerFolge
Befestiger im Wellental statt im WellenbergLoch steht im Wasser, tropft dauerhaft
Bohrloch ohne Übermaß bei KunststoffBeulen im Sommer, Risse am Loch im Winter
Schraube überdrehtDichtscheibe platzt, Platte reißt ein, Wasser läuft am Schaft ein
Keine Kalotte unter dem SchraubenkopfWellenberg wird eingedrückt, Platte verformt sich
UV-Seite nach unten verlegtPlatte vergilbt und versprödet innerhalb weniger Jahre
Stege quer statt in GefällerichtungWasser steht in den Kammern, Algenbildung, Platte unbrauchbar
Beide Stirnseiten dicht verklebtKondensat bleibt in den Kammern, Platte wird von innen grün
Stirnseiten gar nicht verschlossenStaub und Insekten in den Kammern, nicht mehr zu reinigen
Kein AusdehnungsspielPlatte wölbt sich im Sommer aus dem Profil
Essigvernetzendes Silikon an PolycarbonatSpannungsrisse, Platte wird undicht
Auflagerabstand überschrittenDurchbiegung, stehendes Wasser, Bruch unter Schneelast
Auf die Platte getretenBruch, bei Bitumen ohne jede Vorwarnung
Mit der Baubreite statt der Nutzbreite gerechnetMaterial fehlt, Überlappung wird gekürzt, Dach undicht
Nicht versetzt verlegt (Bitumen)vier Ecken stoßen zusammen, Platten stehen hohl, Leck

Wenn eine Platte ersetzt werden muss

Eine einzelne gebrochene Platte lässt sich tauschen, ohne die halbe Fläche abzudecken — aber nicht, indem man sie einfach herauszieht.
Die Reihenfolge: Befestiger der beschädigten Platte und die der überlappenden Nachbarplatte lösen. Die überdeckende Platte vorsichtig anheben, die defekte herausziehen, die neue einschieben, alles wieder befestigen. Neue Befestiger verwenden — alte Dichtkappen und Dichtscheiben sind hart und dichten nicht mehr.

Zwei Punkte, die dabei schiefgehen

Erstens passt die neue Platte farblich oft nicht, weil die alten ausgebleicht sind — bei lichtdurchlässigen Platten fällt das besonders auf. Zweitens ist eine gebrochene Platte selten ein Zufall: Meist wurde sie betreten, oder der Auflagerabstand ist zu groß. Im zweiten Fall bricht die nächste Platte demnächst an derselben Stelle. Dann hilft nur nachlatten.

Was Well- und Stegplatten kosten

Der Plattenpreis ist nur ein Teil. Bei Wellplatten kommen Befestiger und Kalotten dazu — bei den vorgeschriebenen Nagelbildern summiert sich das über eine größere Fläche. Bei Stegplatten sind die Systemprofile, Bänder und Stirnprofile ein erheblicher Anteil, der in Überschlagsrechnungen regelmäßig fehlt.
Bitumen- und Kunststoffwellplatten13,92–145,99 €/Stk.
37 Artikel mit Stückpreis, nach Länge und Material.
Stegplatten30,87–128,38 €/Stk.
Polycarbonat und Acryl, nach Stärke und Kammeraufbau.
Verlegeprofile und Befestiger16,50–43,35 €/Stk.
Auflagerband, Stirnprofile, Bohrschrauben.
Preise aus dem Franke-Sortiment, Stand 25. August 2026, brutto. Spannen über die aktiven Artikel der jeweiligen Warengruppe — Ausführung, Größe und Bedienung bestimmen, wo man darin landet.
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Was beachtet werden muss

Sicherheit
Keine dieser Platten ist begehbar — auch nicht kurz, auch nicht vorsichtig. Bitumenwellplatten brechen ohne Vorwarnung, Kunststoffplatten splittern. Gearbeitet wird von einer Laufbohle über mehreren Auflagern oder von unten. Beim Bohren über Kopf Schutzbrille, weil Späne fallen. Handschuhe gegen Schnittkanten.
Wind
Große Platten sind Segel. Bei Wind wird nicht verlegt — nicht wegen der Platte, sondern wegen dessen, der sie hält. Verlegte, aber noch nicht vollständig befestigte Platten nie über Nacht liegen lassen.
Temperatur
Bitumenwellplatten in praller Sonne verformen sich unter Druckpunkten. Kunststoff wird bei Kälte spröder und splittert eher beim Bohren. Ein milder, trockener, windstiller Tag ist für alle drei Materialien der beste.
Wärmeausdehnung
Der wiederkehrende Grund für Schäden an Kunststoffdächern. Übermaß beim Bohren, Spiel im Profil, Fuge am Ende — dreimal dasselbe Prinzip.
Reinigung
Keine scharfen Reiniger, keine Scheuermittel, keinen Hochdruckreiniger auf Polycarbonat. Wasser, weicher Schwamm, mildes Spülmittel. Der Hochdruckreiniger treibt Wasser in die Kammern und zerstört die Stirnabdichtung — und damit genau das, was oben so sorgfältig gemacht wurde.
Gewährleistung
Verlegeanleitung aufheben. Auflagerabstand, Nagelbild, Überdeckung und Mindestneigung sind die vier Punkte, an denen ein Hersteller im Reklamationsfall zuerst nachfragt.
Was Franke nicht liefert
Kein Tragwerk für Terrassendächer, keine Komplett-Bausätze. Die Platten, Profile und Befestiger — ja. Die Konstruktion darunter nicht. Und montiert wird nicht.
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