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Auch das kleine Gebäude hat eine Traufe, und auch sie kann alten Bestand tragen. Bei Objekten mit Baubeginn bis einschließlich 31. Oktober 1993 ist an der Traufe, einer vorhandenen alten Rinne und allem, was dort verbaut ist (Faserzement, alte Bahnen, Kleber, Kitte, Beschichtungsmassen), mit Asbest zu rechnen; bei später erneuerten Bauteilen sind deren Einbau- und Produktnachweise gesondert zu prüfen. Verlässliche Unterlagen räumen den Verdacht aus, sonst klärt eine Materialprobe im Labor. Besteht Verdacht, wird nicht gelöst, gebohrt oder geschnitten — Umgang, Demontage und Entsorgung nach TRGS 519 durch einen qualifizierten Fachbetrieb. An einem neugebauten Gartenhaus ist die Frage schnell geklärt; am alten Bestand steht sie vor dem ersten Griff.
Grundfläche in der Draufsicht, plus Zusatzflächen von höheren Teilen oder Wänden. Nicht die Schrägfläche (Dachrinnen-Größen).
PVC-U-Kleinsystem (DIN EN 607) oder Metall-Kleinsystem; die Rinnengröße aus der Systemtabelle zur wirksamen Dachfläche ablesen. Rinne, Halter, Verbinder und Stutzen desselben Systems.
Am niedrigen Gartenhaus reicht oft ein standsicherer Stand; wo mit der Leiter gearbeitet wird: fester Untergrund, richtiger Anstellwinkel, gegen Wegrutschen gesichert, nicht seitlich hinauslehnen. Die Leiter ist Zugangsmittel, kein Arbeitsplatz — und eine zweite Person macht sie nicht zum sicheren Arbeitsplatz.
Ist das Brett tragfähig und gesund? Ein morsches Stirnbrett wird vorher getauscht — sonst tragen die Halter nicht.
Sollgefälle aus der Systemanleitung ablesen, Schnur vom Hochpunkt zum Ablauf spannen, Halter im Systemabstand entlang der Schnur setzen (zusätzlich neben Ablauf, Ecken und Ende).
Rinne in die Halter einlegen, Endstücke setzen, Verbinder schließen — bei Stecksystemen mit Dichtung und Dehnungsmarkierung, bei Klebesystemen verklebt nach Systemvorgabe (Dachrinne montieren).
Den Ablaufstutzen am Tiefpunkt einsetzen, das Fallrohr nach unten führen — in die Regentonne, auf eine bewachsene Fläche zur Versickerung oder in einen Sickerschacht. Nicht direkt an die Wand; bei Versickerung und Tonne: Sickerfähigkeit des Bodens, Abstand zu Gebäude und Grenze, Notüberlauf und örtliche Vorgaben beachten.
Am höchsten Punkt Wasser einlaufen lassen und beobachten: Läuft alles zum Ablauf, steht irgendwo Wasser, kommt unten alles an? Die Wasserprobe bestätigt die Montage, bevor der nächste Regen es tut.
| Fehler | Folge |
|---|---|
| Rinne zu groß gewählt | zu schwere Halter, falsche Optik, unnötig teuer |
| Wirksame Dachfläche mit Schrägfläche verwechselt | falscher Ausgangswert |
| Halter ins morsche Stirnbrett geschraubt | reißen beim ersten Schnee aus |
| Gefälle vergessen | stehendes Wasser, im Winter Frostschaden |
| Ablauf nicht am Tiefpunkt | Wasser bleibt an der tiefen Stelle stehen |
| Fallrohr direkt an die Wand geführt | Wasser versickert am Fundament |
| Dehnungsmarkierung ignoriert | Strang schiebt sich im Sommer aus den Haltern |