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Wer an einer vorhandenen Rinne Halter löst oder versetzt, fasst die alte Traufe an. Bei Objekten mit Baubeginn bis einschließlich 31. Oktober 1993 ist an der Traufe, der Rinne und allem, was dort verbaut ist (Faserzement, alte Bahnen, Kleber, Kitte, Beschichtungsmassen), mit Asbest zu rechnen; bei später erneuerten Bauteilen sind deren Einbau- und Produktnachweise gesondert zu prüfen. Verlässliche Unterlagen räumen den Verdacht aus, sonst klärt eine Materialprobe im Labor. Besteht Verdacht, wird nichts gelöst — Umgang und Entsorgung nach TRGS 519 durch einen qualifizierten Fachbetrieb. Diese Frage steht vor dem Lösen des ersten Halters, nicht danach.
Den Wert des Rinnensystems nehmen — nicht den Mittelwert anderer Systeme. Lässt das System ausdrücklich auch die waagerechte Montage zu, gilt dessen Vorgabe.
Hochpunkt und Tiefpunkt bestimmen; der Ablaufstutzen kommt an den Tiefpunkt. Ob der Strang in zwei Richtungen entwässert wird, entscheidet die Bemessung (Dachrinnen-Größen).
Sollgefälle mal Stranglänge. Der Wert ist klein — bei 2 mm je Meter über zehn Meter sind es 20 mm — aber er entscheidet.
Vom Hochpunkt zum Tiefpunkt die Schlagschnur straff ziehen, mit dem berechneten Höhenunterschied zwischen den Enden. Die Schnur ist die Linie, an der sich alles ausrichtet.
Bei Sparrenhaltern das Gefälle durch Kröpfen mit dem Biegeeisen erzeugen; bei Stirnbrett-Montage die Halter entlang der Schnur auf unterschiedlicher Höhe verschrauben. Im Systemabstand, zusätzlich neben Ablauf, Winkeln und Enden. An einer vorhandenen Rinne erst nach der Asbestklärung aus Schritt 1.
Nicht nach Augenmaß — die Schnur gibt die Linie vor, die Wasserwaage kontrolliert den einzelnen Halter.
Am Hochpunkt Wasser einlaufen lassen und beobachten: Läuft es zum Ablauf, bleibt irgendwo eine Lache stehen? Die Wasserprobe bestätigt das Gefälle, das die Schnur vorgegeben hat (Details zur vollständigen Montage Dachrinne montieren).
| Fehler | Folge |
|---|---|
| Gefälle falsch herum | Wasser läuft zum falschen Ende und über |
| Gefälle weggelassen, obwohl das System es verlangt | stehendes Wasser, Schmutz, Frostschaden |
| Ablauf nicht am Tiefpunkt | Wasser bleibt an der tiefen Stelle stehen |
| Zu viel Gefälle | Rinne hängt sichtbar schief, optischer Mangel |
| Sollgefälle geschätzt statt abgelesen | System läuft nicht sauber ab |
| Halter zu weit auseinander | Durchhang, Wasserlache zwischen den Haltern |
| Nur ein Ablauf bei sehr langem Strang | Höhenunterschied am Ende zu groß |