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Grundfläche in der Draufsicht, plus die Zusatzflächen, die von Wand oder höherem Dachteil auf diese Rinne entwässern. Nicht die Schrägfläche.
Aus KOSTRA-DWD beziehungsweise von der zuständigen Behörde — der Wert des eigenen Standorts, nicht ein Mittelwert.
Ein langer Strang mit nur einem Ablauf braucht eine größere Rinne als derselbe Strang mit zwei. Die Anzahl der Fallrohre ist Teil der Rechnung, nicht erst der Montage.
Mit Fläche, Regenspende, Länge und Fallrohrzahl wird aus der Systemtabelle Rinnennennmaß und Fallrohr-Nennweite abgelesen. Nicht jede Tabelle verarbeitet die Ortsregenspende dabei automatisch — manche sind nur eine Größenstaffel. Gefordert ist ein Rechner beziehungsweise eine normgerechte Berechnung nach DIN EN 12056-3 und DIN 1986-100, in die die Regenspende des eigenen Standorts ausdrücklich eingeht.
Überdimensionieren ist kein Ersatz fürs Rechnen: Eine größere Rinne verlangt größere Halter, verändert die Traufgeometrie und das Fallrohr — und sie „verzeiht" keinen verstopften Ablauf. Ist der Ablauf zu, läuft auch die größere Rinne über. Eine moderate Reserve ist erlaubt, aber sie ist eine Reserve, keine Alternative zur Bemessung (zur vollständigen Montage mit dieser Größe Dachrinne montieren).
| Fehler | Folge |
|---|---|
| Schrägfläche statt Grundfläche gerechnet | falscher Ausgangswert, Größe daneben |
| Zusatzfläche von Wand oder höherem Dachteil vergessen | Rinne unterdimensioniert |
| Regenspende geschätzt statt aus KOSTRA-DWD abgelesen | Rinne passt nicht zum Ort |
| Ein Fallrohr für zu langen Strang | Stau am Ablauf, Überlauf |
| Rinnenmaß und Fallrohr getrennt gewählt | Paar passt nicht zusammen |
| „Im Zweifel zu klein" bestellt | läuft bei jedem Starkregen über |