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🔴 Alte Fassaden können schadstoffhaltig sein. Alte Putze, Spachtel- und Beschichtungsmassen sowie Faserzementbekleidungen können bei Bau bis einschließlich 1993 asbesthaltig sein — und die Verankerung des Vordachs bedeutet bohren, ankern, durchdringen. Die gesetzliche Weiche ist der Baubeginn des Objekts: später sanierte, nachgerüstete oder erneuerte Fassadenteile haben ihr eigenes Einbaudatum — entlastend wirkt das aber nur, wenn dieses Datum belegt ist. Bei Verdacht gilt: nicht bohren, nicht schleifen, nicht schneiden; Umgang nach TRGS 519 durch einen dafür qualifizierten Fachbetrieb. Eine Probebohrung ist bereits ein Eingriff und steht deshalb nach dieser Klärung, nicht davor.
| Tragwerk | Wie es trägt | Folge für die Anker |
|---|---|---|
| Freier Kragarm aus der Wand | kragt ohne weitere Stütze aus | maximale Zugkraft oben |
| Kragarm mit Zugstrebe zur Wand | Strebe entlastet den Arm | weniger Zug, aber zweiter Befestigungspunkt höher |
| Vordach auf Stützen | Stützen tragen vorne | Wand weitgehend entlastet, dafür Fundamente |
Die Bestandsfassade am Anschlusspunkt bestimmen; bei Verdacht auf Asbest im Putz oder in der Bekleidung endet das Bohren hier (siehe ganz oben).
Landesbauordnung, Abstandsfläche, Gestaltungssatzung und Denkmalschutz klären — ob das Vordach zulässig und ob es verfahrensfrei ist.
In Beton ein Ankerprodukt mit passender ETA, bemessen nach DIN EN 1992-4/NA; in Mauerwerk zusätzlich zugelassenes Befestigungssystem, Randabstände und Verankerungstiefe — nicht nur die Untergrundprüfung nach Vordach montieren. Die Verankerung ist Statik.
Nach bemessener Vorgabe — nicht nach Gefühl.
Wo Glas geplant ist: VSG nach DIN 18008-2 beziehungsweise -3 im geprüften System durch den Fachbetrieb. Sonst Polycarbonat.
Die Verwahrung regensicher zur Fassade, nicht nur Silikon.
Polycarbonat, Stegplatten oder Acrylglas mit Gefälle nach den Regeln aus Bitumenwellplatten, Kunststoff- und Stegplatten verlegen.
Tropfkante an der Vorderkante; Rinne mit Ablauf, die seitlich wegführt, nicht mittig vor die Tür.
Wandanschluss und Eindeckung auf Regensicherheit kontrollieren; mit Wasser die Wand oberhalb des Vordachs abbrausen und beobachten, wo es läuft.
| Fehler | Folge |
|---|---|
| Ohne Genehmigung gebaut | Rückbau, Nachbarschaftsstreit |
| Anker nicht ETA-konform bemessen | Vordach reißt aus der Wand, fällt auf den Eingang |
| ESG statt VSG über dem Eingang | Glaskrümelregen im Bruchfall |
| Gefälle zur Wand | Wasser läuft in den Anschluss |
| Ohne Wandanschlussblech, nur Silikon | Fuge reißt, Wasser in die Fassade |
| Tropfkante vergessen | Wasser kriecht unter die Fläche, tropft an die Fassade |
| Statik nach Gefühl statt bemessen | Tragwerk versagt unter Schnee oder Windsog |
| Fassade mit Asbestverdacht gebohrt | Asbestfreisetzung, TRGS 519 verletzt |