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| Frage | Bitumenschindel | Holzschindel |
|---|---|---|
| Neigungsanspruch | tolerant, auch flachere Dächer mit Zusatzmaßnahme | verlangt eine steilere Regeldachneigung |
| Untergrund | geschlossene Vollschalung mit Vordeckbahn | hinterlüftete Trag- und Konterlattung |
| Brandverhalten | produktabhängig, Klassifizierung im Datenblatt | ohne Flammschutzausrüstung normalentflammbar |
| Handwerksniveau | mit Sorgfalt in Eigenleistung machbar | geübtes Verlegehandwerk, mehrlagige Deckung |
| Lebensdauer | begrenzt, deutlich unter einer keramischen Deckung | bei fachgerechter Deckung und Pflege hoch |
| Unterhaltungsaufwand | gering | regelmäßige Kontrolle und Pflege nötig |
| Im Franke-Sortiment | ja | nein — Fachhandel |
Bei Bestandsdach: Faserzement-Schindeln und teerhaltige Bahnen aus der Zeit bis einschließlich 1993 prüfen (siehe ganz oben). Im Zweifel Fachbetrieb.
Bitumen für flexible, mittelsteile Dachformen; Holz für steile Dächer mit Hinterlüftung. Nicht nach Optik, sondern nach Neigung und Untergrund entscheiden.
Regeldachneigung des gewählten Produkts gegen die tatsächliche Dachneigung halten. Bei Unterschreitung: Zusatzmaßnahme laut Fachregel oder anderes Material.
Für Bitumen: Vollschalung, darauf die Vordeck-/Schalungsbahn. Für Holz: Unterspannbahn, darauf Konter- und Traglattung. Die Schalung muss trocken und plan sein.
Gebindeabstand und Stoßversatz nach Fachregel und Herstellerangabe festlegen, bevor der erste Nagel gesetzt wird.
Jede Lage überdeckt die darunterliegende; das Wasser läuft über die Deckung, nie unter sie.
Stoßfugen von Lage zu Lage versetzen, nach dem festgelegten Muster — bei Holz je nach Deckungsart zwei- oder dreilagig, bei Bitumen nach Herstellerbild.
Traufe, Ortgang und First sind die Stellen, an denen Schindeldeckungen zuerst undicht werden; hier nach Fachregel und Herstellerdetail arbeiten.
Vom Gerüst oder der Arbeitsbühne arbeiten; die Leiter ist nur der Zugang, nicht der Standplatz für stundenlanges Verlegen.
| Fehler | Folge |
|---|---|
| Holz- und Bitumenschindeln verwechselt | falsche Neigung, falscher Untergrund, Deckung versagt |
| Regeldachneigung unterschritten ohne Zusatzmaßnahme | Deckung für die Neigung nicht zugelassen, Wasser unter die Schindel |
| Bitumenschindeln auf Lattung statt Vollschalung gelegt | Schindeln hängen durch, Deckung liegt nicht plan |
| Holzschindeln ohne Hinterlüftung verlegt | Schindeln faulen von unten, Deckung vorzeitig zerstört |
| Stoßfugen nicht versetzt | durchgehende Fuge, Wasser kriecht ein |
| Gebindeabstand zu groß gewählt | Überdeckung zu klein, Deckung nicht regensicher |
| Alte Bitumenbahn überdeckt statt entfernt | Feuchte wird eingeschlossen, Teer/PAK im Bestand ungeklärt |
| Auf nasser oder unplaner Schalung verlegt | Schindeln verwirft, Deckung wirft Falten |
| Faserzement-Schindeln als Untergrund weiterverwendet | Asbestrisiko, TRGS 519 verletzt |