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| gespaltene Schindel | gesägte Schindel | |
|---|---|---|
| Herstellung | entlang des natürlichen Faserverlaufs gespalten — die Fasern bleiben durchgehend und unverletzt | mit dem Sägeblatt geschnitten — die Fasern an der Oberfläche werden durchtrennt |
| Oberfläche und Feuchteverhalten | glatt, geschlossene Faser: Wasser läuft ab, geringe Wasseraufnahme | rauer, offene Faserenden: nimmt mehr Feuchte auf |
| Typische Verwendung | bewährte Wahl für stark bewitterte, exponierte Flächen | reguläre Ausführung, wo Maßhaltigkeit zählt und die Überdeckung das Feuchteverhalten trägt |
| Anforderung an die Überdeckung | Überdeckung nach Fachregel zur Deckungsart | höhere Anforderungen an Überdeckung und Holzqualität |
Bei Bestandsdach: Faserzement-Schindeln (Asbest, TRGS 519) und teerhaltige Bahnen (TRGS 551) aus der Zeit bis einschließlich 1993 prüfen (siehe ganz oben).
Gespaltene oder gesägte Schindeln nach DIN 68119, in der zur Neigung passenden Holzart und Form — über den Fachhandel.
Die Regeldachneigung der gewählten Schindel gegen die tatsächliche Dachneigung halten; bei Unterschreitung Zusatzmaßnahme oder anderes Material.
Unterspannbahn, Konterlattung, Traglattung — der Luftraum unter den Schindeln ist die Lebensgrundlage der Deckung.
Gebindeabstand und Stoßversatz nach Fachregel und Schindelform festlegen, bevor der erste Nagel gesetzt wird.
Jede Stelle von mehreren Lagen überdeckt, Stöße von Lage zu Lage versetzt, von der Traufe nach oben.
Korrosionsbeständige Nägel, unter der nächsten Lage verborgen, ohne das Holz zu spalten.
Traufe, Ortgang und First nach Fachregel — der First bleibt belüftet.
Vom Gerüst oder der Arbeitsbühne arbeiten; die Leiter ist nur der Zugang.
| Fehler | Folge |
|---|---|
| Ohne Hinterlüftung auf geschlossener Schalung genagelt | Schindeln faulen von unten, Deckung vorzeitig zerstört |
| Regeldachneigung unterschritten ohne Zusatzmaßnahme | Wasser dringt durch die Stöße, Deckung wird undicht |
| Stoßfugen nicht versetzt | durchgehende Fuge, Wasser kriecht bis zur Unterlage |
| Falsche Schindelart oder -qualität zur Neigung gewählt | anderes Feuchteverhalten, Deckung hält kürzer |
| Falsche Holzart gewählt | Schindeln faulen, Deckung vorzeitig kaputt |
| First dicht verschlossen statt belüftet | Hinterlüftung erstickt, Feuchte bleibt in der Deckung |
| Alte Bitumenbahn überdeckt statt entfernt | Teer/PAK im Bestand ungeklärt, Feuchte eingeschlossen |
| Faserzement-Schindeln als Untergrund weiterverwendet | Asbestrisiko, TRGS 519 verletzt |