Fügen Sie Artikel hinzu, um mit dem Einkauf zu beginnen.
Wer die selbstgebaute Rinne an eine vorhandene Traufe hängt — alte Rinne abnehmen, Halter setzen —, fasst den alten Bestand an. Bei Objekten mit Baubeginn bis einschließlich 31. Oktober 1993 ist an der Traufe, der alten Rinne und allem, was dort verbaut ist (Faserzement, alte Bahnen, Kleber, Kitte, Beschichtungsmassen), mit Asbest zu rechnen; bei später erneuerten Bauteilen sind deren Einbau- und Produktnachweise gesondert zu prüfen. Verlässliche Unterlagen räumen den Verdacht aus, sonst klärt eine Materialprobe im Labor. Besteht Verdacht, wird nicht gelöst, geschnitten oder gebrochen — Umgang, Demontage und Entsorgung nach TRGS 519 durch einen qualifizierten Fachbetrieb. An einem Neubau ist die Frage schnell geklärt; am Bestand steht sie vor dem ersten Griff.
Das Nennmaß aus der Dimensionierung (Dachrinnen-Größen) — bei Metallrinnen ist das bereits die vollständige Zuschnittbreite (NG 333 = 333 mm abgewickelter Streifen, Wulst und Falzkante eingerechnet). Nichts addieren. Die Aufteilung der Abwicklung auf Wulst, Boden und Rückwand kommt aus der Profiltabelle des Werkstofflieferanten, nicht aus dem Kopf.
Werkstoff nach Einsatzzweck und Kontaktkorrosion (Kupfer nie über Zink Dachrinne reparieren), die Blechdicke nach DIN EN 612 für diesen Werkstoff.
Abkantbank für die Kanten, Falzzange und Biegeeisen für Ränder und Falz. Ohne dieses Werkzeug wird aus dem Profil eine improvisierte Rinne.
Den Streifen auf die Zuschnittbreite schneiden, Kanten entgraten. Handschuhe — geschnittene Blechkanten sind scharf.
Halbkreis in mehreren Übergängen zum Radius oder Kasten mit sauber gesetzten Wangen — über die ganze Länge gleichmäßig, ohne Beulen. Ränder bördeln oder falzen.
Den Endboden um die Rinnenkante schlagen und mit Falzzange und Biegeeisen festziehen — gefalzt, nicht gelötet — und die Falzverbindung zusätzlich abdichten (Dichtstoff) oder verlöten lassen, sonst ist sie nicht dicht. Den Stoß zweier Stücke ebenso falzen und dichten oder gedichtet verbinden (Dachrinne verbinden ohne Löten).
Die Rinnenhalter nach DIN EN 1462 im Systemabstand, mit Gefälle, auf tragfähigem Grund — wie bei jeder Montage (Dachrinne montieren).
Am Tiefpunkt die Ablauföffnung ausschneiden, den Ablaufstutzen einsetzen und den Fallrohr-Anschluss herstellen — die selbstgebaute Rinne braucht den Ablauf genauso wie die Systemrinne (Dachrinne montieren).
Die selbstgebaute Rinne dehnt sich mit der Temperatur; wo der Strang lang ist, gehört ein Dehnungsausgleich (beweglicher Stoß oder Dehnungsausgleicher) dazu — sonst reißt der gefalzte oder gedichtete Stoß beim Temperaturwechsel (Dachrinne mit Gefälle, Dachrinne verbinden ohne Löten).
Die selbstgebaute Rinne in die Halter legen und am höchsten Punkt Wasser einlaufen lassen: Läuft es zum Ablauf, bleibt irgendwo Wasser stehen, tropft ein Falz? Die Wasserprobe zeigt, ob Falz und Ablauf dicht sind, bevor der nächste Regen es tut.
| Fehler | Folge |
|---|---|
| Nennmaß mit der fertigen Rinnenbreite verwechselt | Rinne fällt zu klein aus |
| Randzugaben auf das Nennmaß addiert | zu breit zugeschnitten, Profil passt nicht in Halter und Systemteile |
| Blech zu dünn gewählt | beult aus, hängt durch, reißt am Halter |
| Profil mit Behelfswerkzeug gefaltet | undichte Falze, ungleichmäßige Kanten |
| Endboden gelötet statt gefalzt | Feuerarbeit ohne Fachhandwerk |
| Halter nicht zum Profil passend | Rinne sitzt nicht, Gefälle verstellt |
| Kupfer über Zink gesetzt | neuer Korrosionsschaden |