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| Zugang | Wann er der richtige ist |
|---|---|
| Tragfähige Plattform mit Seitenschutz | niedrige Traufe am Nebengebäude |
| Fahrbares Arbeitsgerüst (Rollgerüst) | ebene, zugängliche Traufe mittlerer Höhe |
| Hubarbeitsbühne | höhere Traufe mit Platz zum Aufstellen |
| Vollgerüst | unzugängliche Lage, lange Stranglänge |
Diese Frage wird beantwortet, bevor überhaupt jemand hinaufsteigt, denn sie entscheidet, ob der Aufstieg stattfindet. Bei Objekten mit Baubeginn bis einschließlich 31. Oktober 1993 ist an Rinne, Traufteilen, Verkleidungen, alten Bahnen, Klebern, Kitten und Beschichtungsmassen mit Asbest zu rechnen; später erneuerte Bauteile haben ihr eigenes Einbaudatum und werden gesondert belegt. Verlässliche Unterlagen räumen den Verdacht aus, sonst klärt eine Materialprobe im Labor.
Nach TRBS 2121 die Gefahr an dieser Traufe klären — Höhe, Kante, Untergrund, Arbeitsdauer — und daraus den Zugang festlegen. Die Beurteilung entscheidet, nicht der Wunsch „ohne Gerüst".
Zugängliche, niedrige Traufe → tragfähige Arbeitsplattform mit Seitenschutz. Höhere, erreichbare Traufe → fahrbare Hubarbeitsbühne, bedient von einem unterwiesenen Bediener. Wo beides nicht geht → Gerüst. Die Leiter und der Weg vom Dach über die Traufe sind keine Zugänge für diese Arbeit.
Wo die Bühne die Absturzgefahr nicht vollständig ausschließt, gehört PSAgA am gekennzeichneten Anschlagpunkt im Korb dazu — und zwar ein System, das der Hersteller der Bühne für diesen Anschlagpunkt freigibt. Ein kurzes Verbindungsmittel allein genügt als Auswahl nicht: Auf Hubarbeitsbühnen besteht die Gefahr, aus dem Korb geschleudert zu werden, und dafür ist ein geprüftes, kraftbegrenzendes Auffangsystem nötig — ein reines Rückhaltesystem fängt diesen Fall nicht auf. Dazu kommen Unterweisung, Rettungskonzept und eine in den Notablass eingewiesene zweite Person. Nicht am Bauwerk anschlagen.
Bestandsaufnahme, Kontaktkorrosion, Dimensionierung — die eigentliche Erneuerung steht vollständig in Dachrinne erneuern und wird hier nur in den Zugang eingebettet.
In Teilabschnitten arbeiten: Rinne eines Segments lösen, Traufe darunter prüfen, neues Segment setzen — dann zum nächsten. Die Schnur für Gefälle und Dehnungsausgleich läuft über die ganze Länge; Systemlängen, Stoßlage und Bewegungsausgleicher können eine andere Gesamtsequenz verlangen (Dachrinne mit Gefälle).
Nach der vollständigen Montage in Dachrinne montieren — Halter, Rinne, Endstücke, Ablaufstutzen, Fallrohr — in den Segmenten, die der Zugang vorgibt.
Am höchsten Punkt Wasser einlaufen lassen und beobachten: Läuft alles zum Ablauf, steht irgendwo Wasser, tropft eine Verbindung? Die Wasserprobe bestätigt die Erneuerung, bevor der nächste Regen es tut.
| Fehler | Folge |
|---|---|
| Ohne Gefährdungsbeurteilung begonnen | Zugang falsch gewählt, Gefahr unterschätzt |
| Leiter statt Arbeitsplatz genutzt | beidhändige Arbeit auf der Leiter — Absturzgefahr |
| Vom Dach über die Traufe gearbeitet | dieselbe Absturzgefahr von oben |
| Bühne ohne unterwiesenen Bediener | Arbeitsmittel falsch bedient |
| PSAgA ohne gekennzeichneten Anschlagpunkt im Korb | falsches Sicherheitsgefühl |
| Bühne in ungeeigneter Lage erzwungen | statt ehrlich aufs Gerüst zu verweisen |
| Dehnungsausgleich im Segment vergessen | Strang reißt trotz sauberer Segmente |