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| Schwingfenster | Klappfenster (oben angeschlagen) | |
|---|---|---|
| Bedienhöhe | Griff unten, Drehachse in Flügelmitte — das Fenster darf höher sitzen, der Griff bleibt erreichbar | Griff unten; das Fenster wird tiefer gesetzt, weil der Blick durch die freie Öffnung gehen soll |
| Freie Öffnung als Ausstieg | der geöffnete Flügel steht mittig in der Öffnung und halbiert sie | die Öffnung steht voll frei — die übliche Wahl, wo ein Ausstieg gefordert ist |
| Möblierbarkeit darunter | der Flügel schwingt in der Öffnungsebene — Möbel können bis unter das Fenster stehen | das Fenster sitzt tiefer, der Flügel klappt nach außen — Möbel darunter stehen Griff und Durchblick im Weg |
| Putzstellung | Flügel um 180° drehbar und arretierbar — die Außenscheibe wird von innen gereinigt | die Außenscheibe ist von innen nicht erreichbar; wer das will, braucht die Klapp-Schwing-Ausführung |
| Werkzeug | Material |
|---|---|
| Zollstock, Bleistift | Dachfenster im richtigen Größencode |
| Wasserwaage, Richtschnur | Eindeckrahmen passend zu Fenster und Deckung |
| Akkuschrauber mit Bit-Satz | Folien- und Dämmanschluss (XDP), Wasserableitrinne |
| Stichsäge | Wärmedämmrahmen |
| Cuttermesser | Dampfsperrschürze passend zum Fenster |
| Andrückrolle | Anschlussklebeband des Bahnenherstellers |
| Hammer | Montagewinkel, Befestigungsschrauben |
| Gerüst oder Arbeitsbühne für die Außenseite | Dämmstoff für die Laibung |
Lichte Weite zwischen den Sparren an mehreren Stellen messen, auf der Höhe, auf der das Fenster sitzen soll. Der kleinste Wert zählt. Danach die Fenstergröße wählen — schmaler als die Lichte, mit Platz für Dämmung und Futterhölzer an beiden Seiten.
Der Fensterhersteller gibt einen Bereich vor, in dem die Fensterunterkante liegen soll. Bei Schwingfenstern ergibt sich daraus auch die spätere Bedienhöhe. Die Markierung auf beide Sparren übertragen — mit der Wasserwaage, nicht nach Augenmaß.
Seitliche Futterhölzer auf Sparrenhöhe bringen die lichte Weite auf das Fenstermaß. Ist das Fenster breiter als die Lichte, kommt hier der statisch bemessene Wechsel hin — das ist Tragwerksarbeit und gehört, wo er nötig ist, in die Hand des Zimmerers.
Für den weiteren Einbau wird der Flügel ausgehängt — das macht den Rahmen leichter und schützt das Glas. Wie er gelöst wird, steht in der Einbauanleitung; meist sitzen die Lager hinter einer Blende.
Der Blendrahmen wird von innen in die Öffnung gestellt, auf die Montagehöhe gehoben und mit den Montagewinkeln an den Sparren beziehungsweise Futterhölzern befestigt. Ausrichten: waagerecht in der Unterkante, senkrecht in der Flucht, und nicht verdreht — ein verwundener Blendrahmen lässt später den Flügel klemmen und die Dichtung nicht gleichmäßig anliegen. Die Diagonale des Rahmens darf sich beim Verschrauben nicht verändern.
Der Spalt zwischen Blendrahmen und Sparren wird mit dem Wärmedämmrahmen geschlossen, die Laibung ringsum gedämmt. Kein Stopfen — gepresste Dämmung dämmt schlechter und bildet keine geschlossene Ebene.
Der Folienanschluss (bei Fakro XDP) wird oben unter die Unterdeckbahn geführt; seitlich und unten wird die Bahn so über den Rahmen gelegt, dass Wasser über das Blech läuft und nicht dahinter. Auf Bitumen- oder Schweißbahnuntergrund wird hier nicht geflämmt — offene Flamme auf brennbarem Untergrund erzeugt Glutnester, die in Ritzen ziehen und Stunden nach Arbeitsende durchbrennen. Der Anschluss an eine Bitumenbahn wird geklebt oder ist Sache des Fachbetriebs.
Der zu Fenster und Deckung passende Eindeckrahmen wird von außen auf den Blendrahmen gesetzt und nach Herstellerangabe befestigt. Jetzt wird die Wasserableitrinne oberhalb des Fensters montiert und der Rahmen seitlich und unten an die Deckung angeschlossen.
Die Schürze wird am Blendrahmen angesetzt und auf die Dampfbremse der Dachfläche geklebt — mit dem Klebeband des Bahnenherstellers, mit der Andrückrolle angepresst, in den Ecken faltenfrei. Diese Verbindung ist der Punkt, an dem sich später entscheidet, ob es Schimmel gibt. Feuchte Raumluft, die hier durchströmt, kondensiert in der Dämmung — unsichtbar, bis der Schaden groß ist (Details Dachfenster innen abdichten).
Flügel einhängen, öffnen, schließen, in Putzstellung drehen. Der Flügel muss frei laufen, die Dichtung muss ringsum gleichmäßig anliegen. Bei einem Rettungs- oder Ausstiegsfenster prüfen, ob die erforderliche Öffnung frei bleibt.
| Fehler | Folge |
|---|---|
| Fenster breiter als Sparrenlichte ohne Wechsel | Sparren herausgeschnitten, Dach hängt durch |
| Eindeckrahmen zur falschen Deckung | Anschluss passt nicht, Wasser läuft ein |
| Folienanschluss auf statt unter der Bahn | Wasser läuft über die Scheibe |
| Wasserableitrinne oberhalb vergessen | Wasser der Unterdeckbahn läuft ins Fenster |
| Dampfsperrschürze nicht an Dampfbremse geklebt | feuchte Luft in der Dämmung, Schimmel |
| Wärmedämmrahmen weggelassen | Wärmebrücke, Tauwasser am Rahmen |
| Blendrahmen verdreht verschraubt | Flügel klemmt, Dichtung liegt ungleichmäßig an |
| Sparrenlichte nur an einer Stelle gemessen | Fenster passt oben, klemmt unten |
| Nur das Fenster bestellt | Eindeckrahmen und Anschlussteile fehlen, der Einbau steht |