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Von Franke Baustoffe
6. Okt. 2026 15 Min. Lesezeit

Dachfenster einbauen: Sparren, Eindeckrahmen, Dampfsperre

Der komplette Ablauf beim Neubau — vom Sparrenabstand bis zur luftdichten Schürze
10 Arbeitsschritte
9 typische Fehler
ab 355,95 € je Dachfenster

Die richtige Fenstergröße für die Sparrenlichte

Ein Dachfenster wird nicht nach Wunschmaß gebaut, sondern nach dem Größencode des Herstellers. Fakro führt seine Größen als numerischen Code — die „06" steht für das Rahmenaußenmaß 78 × 118 cm, die „07" für 78 × 140 cm. Die entscheidende Frage vor der Bestellung lautet deshalb: Welche Fenstergröße passt zwischen meine Sparren?
Die Sparrenlichte ist der lichte Abstand zwischen zwei benachbarten Sparren, gemessen von Innenkante zu Innenkante — nicht von Mitte zu Mitte. Das Fenster wird so gewählt, dass sein Rahmenaußenmaß in diese Lichte passt. In der Regel bleibt man mit dem Fenster etwas schmaler als die Lichte, damit seitlich Platz für die Dämmung und das Futterholz bleibt.
Wenn das Fenster breiter als die Lichte sein soll, führt kein Weg an einem Wechsel vorbei: Ein oder mehrere Sparren werden ausgeschnitten, die Last wird über Wechsel (querliegende Hölzer) auf die benachbarten Sparren abgetragen. Das ist ein Eingriff ins Tragwerk — die Wechsel und ihre Anschlüsse werden statisch bemessen, nicht nach Gefühl dimensioniert. Wer hier einen Sparren einfach herausschneidet, ohne die Last sauber umzulenken, riskiert ein durchhängendes Dach.
Die zweite Vorgabe: der Neigungsbereich des Fensters. Jeder Hersteller gibt für seine Fenster einen Bereich der Dachneigung an, in dem sie eingebaut werden dürfen. Das ist eine produktspezifische Angabe des Fensters — nicht zu verwechseln mit der Regeldachneigung der Deckung, die etwas anderes regelt. Das Fenster und die Deckung müssen beide zur vorliegenden Dachneigung passen; der Wert für das Fenster steht in der Einbauanleitung des Herstellers.

Unser Dachfenster Sortiment 568 Produkte

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Klappfenster oder Schwingfenster

Die Entscheidung fällt vor der Bestellung und ist danach endgültig: Schwing- und Klappflügel sind verschiedene Fenster, keine Einstellung am selben Fenster. Beide Bauarten gibt es im selben Größencode.
SchwingfensterKlappfenster (oben angeschlagen)
BedienhöheGriff unten, Drehachse in Flügelmitte — das Fenster darf höher sitzen, der Griff bleibt erreichbarGriff unten; das Fenster wird tiefer gesetzt, weil der Blick durch die freie Öffnung gehen soll
Freie Öffnung als Ausstiegder geöffnete Flügel steht mittig in der Öffnung und halbiert siedie Öffnung steht voll frei — die übliche Wahl, wo ein Ausstieg gefordert ist
Möblierbarkeit darunterder Flügel schwingt in der Öffnungsebene — Möbel können bis unter das Fenster stehendas Fenster sitzt tiefer, der Flügel klappt nach außen — Möbel darunter stehen Griff und Durchblick im Weg
PutzstellungFlügel um 180° drehbar und arretierbar — die Außenscheibe wird von innen gereinigtdie Außenscheibe ist von innen nicht erreichbar; wer das will, braucht die Klapp-Schwing-Ausführung
Welche freigegebene Ausstiegsgröße eine Baureihe hat, steht in deren Datenblatt — dort entscheidet sich, ob das Fenster als Rettungsweg in Frage kommt. Viele Baureihen führen beide Funktionen in einem Fenster (Klapp-Schwing); die Putzstellung des Schwingflügels ist dann inbegriffen.

Mehrere Fenster nebeneinander: Achsmaß und Mindestabstand

Zwei oder drei Fenster nebeneinander werden als eine Einheit geplant, nicht Fenster für Fenster. Drei Maße entscheiden, ob die Reihe sauber sitzt.
Gleiche Oberkante
Alle Fenster der Reihe stehen auf derselben Oberkante. Ein versetztes Fenster springt innen wie außen sofort ins Auge — und sein Eindeckrahmen sitzt dann auch versetzt zur Nachbardeckung.
Achsmaß
Das Achsmaß — der Abstand von Fenstermitte zu Fenstermitte — wird so gelegt, dass die Reihe zur Sparrenlage passt. Es ist das Planungsmaß für die Dachhaut: Aus ihm folgt, wo jeder Blendrahmen steht und wo zwischen den Öffnungen noch ein Sparren trägt.
Mindestabstand
Zwischen zwei Blendrahmen muss Platz bleiben: für den Sparren, der die Last zwischen den Öffnungen trägt, für die Eindeckrahmen, die sich dort Rücken an Rücken treffen, und für die Dämmung dazwischen. Wie groß dieser Abstand mindestens sein muss, gibt der Hersteller vor — das Maß steht in der Einbau- beziehungsweise Planungsanleitung der Baureihe.
Für Fenstergruppen führen die Hersteller Kombi-Eindeckrahmen, die den Anschluss zweier benachbarter Fenster in einem Zug herstellen. Ob die gewählte Baureihe sie anbietet und welchen Abstand sie voraussetzt, zeigt die Bestellhilfe. Und wo eine Fensterreihe mehrere Sparren ausnimmt, gilt dasselbe wie beim Einzelfenster: Wechsel, statisch bemessen, Zimmerer — keine Improvisation.

Wie ein Dachfenster abdichtet: die drei Ebenen

Ein Dachfenster sitzt mitten in der Dachfläche, an der empfindlichsten Stelle, die ein Dach hat: wo ein Einbauteil die regensichere Deckung unterbricht. Damit es trotzdem dicht bleibt, schließt man es auf drei Ebenen an — außen gegen Regen, in der Mitte gegen Wärmeverlust, innen gegen feuchte Raumluft. Keine dieser Ebenen darf fehlen, sonst arbeitet die nächste nicht mehr richtig.
Außen — regensicher
Der Eindeckrahmen stellt den Anschluss an die Deckung her. Er ist das Bauteil, das die Ziegel, Profilbleche oder Schindeln um das Fenster herum dicht anschließt und das Wasser oberhalb des Fensters ableitet, bevor es überhaupt an die Scheibe kommt. Er muss zum Fenster (Hersteller, Baureihe, Größe, Einbautiefe) und zur Deckung passen — dazu gleich mehr.
In der Mitte — wärmegedämmt
Zwischen Blendrahmen und Sparren bleibt ein Spalt. Der Wärmedämmrahmen schließt ihn, zusammen mit der Laibungsdämmung. Ohne diese Schicht ist der Fensterrand eine Wärmebrücke, an der sich im Winter Tauwasser bildet.
Innen — luftdicht
Die Dampfsperrschürze verbindet den Blendrahmen mit der Dampfbremse der Dachfläche. Sie hält feuchte Raumluft aus der Dämmung. Das ist die Ebene, die am häufigsten vergessen wird — und deren Fehler man erst nach Jahren als Schimmel in der Laibung sieht.
Fachlich verankert ist dieser Anschluss unter anderem in DIN 4108-7 (Luftdichtheit — Planung, Ausführung, Anschlussdetails) und im ZVDH-Merkblatt „Einbauteile bei Dachdeckungen", das die regensichere Einbindung von Fenstern, Schornsteinen und Durchführungen in die Deckung regelt.

Der Eindeckrahmen: passend zum Fenster und zur Deckung

Der Eindeckrahmen schließt das Fenster an die Deckung an — und muss deshalb beiden passen: dem Fenster (Hersteller, Baureihe, Größe, Einbautiefe) und der tatsächlich verbauten Deckung. Wer ihn nur nach der Deckung wählt, bekommt einen Rahmen, der auf dem Ziegel liegt, aber nicht auf die Rahmengeometrie des Fensters schließt. Umgekehrt hilft der richtige Fensterrahmen nichts, wenn er zur Deckung nicht passt.
Fakro staffelt seine Eindeckrahmen nach Einbautiefe in den Stufen N, V und J — die V-Ausführung heißt bei profilierten Deckungen bis 45 mm Profilhöhe EZV-A, für andere Tiefen und Deckungsarten gibt es eigene Modelle. Die Einbautiefe gleicht aus, wie tief das Fenster in der Dachfläche sitzt; sie ist ein eigenes Auswahlkriterium, kein Zufallswert. Ein Fenster derselben Größe braucht für ein Ziegeldach einen anderen Rahmen als für ein Profilblechdach — die Höhe, die Profilform und die Art, wie das Wasser seitlich weggeführt wird, unterscheiden sich.
Der Folien- und Dämmanschluss ist bei Fakro ein separates Set. Der Eindeckrahmen stellt den regensicheren Anschluss an die Deckung her; den Übergang zur Unterdeckbahn übernimmt das Anschlussset XDP — eine dampfdurchlässige Folie mit einem Dämmstreifen aus imprägnierter Schafwolle. Sie wird oben am Fenster unter die Unterdeckbahn des Dachs geführt. Ihre Aufgabe: Wasser, das durch die Deckung oder auf die Unterdeckbahn gelangt, wird oberhalb des Fensters abgefangen und seitlich am Fenster vorbeigeleitet. Dafür sitzt am oberen Rand eine eigene Wasserableitrinne — ein Profil, das dieses Wasser sammelt und links und rechts abführt. Fehlt sie, läuft das Wasser der Unterdeckbahn genau über die Scheibe.
Zu welcher Deckung und welchem Fenster welcher Rahmen gehört, sagt die Bestellhilfe des Fensterherstellers. Es gibt ihn für die gängigen Ziegelarten, für Profilbleche und Wellplatten, für Schindeln und für die flachere Deckung. Der Rahmentyp muss zur tatsächlich verbauten Deckung passen — nicht zu der, die man ursprünglich geplant hatte.
Beratungsgespräch bei Franke Baustoffe: Musterplatten und Farbkarten im Vergleich
●  Baustoffhandel seit 1978
Passt das zu Ihrem Fenster?
Deckungsart, Fenstergröße und Einbautiefe durchgeben, wir stellen den passenden Rahmen zusammen.
Beratung anfragen05839 97786-0Mo–Fr · Schneflingen

Die Bestellliste vor dem Kauf

Der häufigste Fehler beim Dachfenster passiert nicht auf dem Dach, sondern im Bestellformular: Das Fenster ist geliefert, die Anschlussteile fehlen — und die Baustelle steht. Denn Fenster, Eindeckrahmen, Folienanschluss-Set, Dampfsperrschürze, Wärmedämmrahmen und Innenfutter sind getrennte Bestellpositionen. Zusammengehalten werden sie nur durch den Größencode: Wer die „06" braucht, bestellt jede Position in der „06".
  • Dachfenster — Baureihe, Größencode, Bedienart, Verglasung
  • Eindeckrahmen — passend zu Fenster, Deckung und Einbautiefe
  • Folien- und Dämmanschluss (bei Fakro das Set XDP) — der Übergang zur Unterdeckbahn oberhalb des Fensters
  • Dampfsperrschürze — der luftdichte Anschluss innen
  • Wärmedämmrahmen — der Dämmanschluss am Spalt zwischen Rahmen und Sparren
  • Innenfutter — die Laibungsverkleidung (Details Dachfenster-Innenfutter einbauen)
Alle Positionen stammen vom selben Hersteller: Die Schürze passt an den Blendrahmen des eigenen Fensters, der Eindeckrahmen an dessen Außenmaß und Dichtebene — herstellerübergreifend ist nichts davon steckbar. Deshalb wird die Liste vor der Bestellung abgehakt, nicht nach der Lieferung.

Werkzeug und Material für den Einbau

WerkzeugMaterial
Zollstock, BleistiftDachfenster im richtigen Größencode
Wasserwaage, RichtschnurEindeckrahmen passend zu Fenster und Deckung
Akkuschrauber mit Bit-SatzFolien- und Dämmanschluss (XDP), Wasserableitrinne
StichsägeWärmedämmrahmen
CuttermesserDampfsperrschürze passend zum Fenster
AndrückrolleAnschlussklebeband des Bahnenherstellers
HammerMontagewinkel, Befestigungsschrauben
Gerüst oder Arbeitsbühne für die AußenseiteDämmstoff für die Laibung

Von innen und außen zugleich

Der Einbau läuft zweigleisig: Der Blendrahmen wird von innen gesetzt und ausgerichtet, der Eindeckrahmen und der Unterdachanschluss werden von außen hergestellt. Für die Außenseite gilt die Regel aller Dach-Arbeiten: gearbeitet wird von Gerüst, Arbeitsbühne oder tragfähiger Plattform mit Seitenschutz, nicht von der Leiter und nicht auf der Deckung stehend.

Gewicht und Handling: keine Ein-Personen-Arbeit

Ein Dachfenster mittlerer Größe ist kein Bauteil für eine Person: Der Rahmen ist sperrig, das Gewicht liegt unhandlich, und die offene Öffnung im Dach ist der schlechteste Ort, um damit zu balancieren.
Zu zweit setzen
Der Blendrahmen wird zu zweit in die Öffnung gehoben und ausgerichtet — einer hält und richtet, einer verschraubt. Ein kippender Blendrahmen auf halber Höhe lässt sich allein weder halten noch fangen.
Flügel vorher aushängen
Wer den Flügel vor dem Anheben aushängt, bewegt nur noch den leeren Rahmen — deutlich leichter, und die Verglasung ist aus der Schlagzone. Wie der Flügel gelöst wird, steht in der Einbauanleitung.
Den Weg ins Dachgeschoss vorher gehen
Das Fenster kommt verpackt und als ein sperriges Tragestück; vom Abladeplatz bis zur Öffnung führt der Weg über Treppen und durch Durchgänge. Diesen Weg geht man vor der Lieferung einmal ab — mit dem Zollstock und mit der Frage, wie viele Hände tragen.
Und weil das Heben an der offenen Öffnung passiert, gilt dort ohne Abstrich, was unter „Was beachtet werden muss" steht: Die Öffnung ist eine Absturzstelle, bis der Rahmen sitzt.
10 Arbeitsschritte
8 Werkzeuge
8 Materialposten

Dachfenster einbauen: Schritt für Schritt

1

Sparrenlichte messen

Lichte Weite zwischen den Sparren an mehreren Stellen messen, auf der Höhe, auf der das Fenster sitzen soll. Der kleinste Wert zählt. Danach die Fenstergröße wählen — schmaler als die Lichte, mit Platz für Dämmung und Futterhölzer an beiden Seiten.

2

Montagehöhe festlegen

Der Fensterhersteller gibt einen Bereich vor, in dem die Fensterunterkante liegen soll. Bei Schwingfenstern ergibt sich daraus auch die spätere Bedienhöhe. Die Markierung auf beide Sparren übertragen — mit der Wasserwaage, nicht nach Augenmaß.

3

Futter- und Wechselhölzer setzen

Seitliche Futterhölzer auf Sparrenhöhe bringen die lichte Weite auf das Fenstermaß. Ist das Fenster breiter als die Lichte, kommt hier der statisch bemessene Wechsel hin — das ist Tragwerksarbeit und gehört, wo er nötig ist, in die Hand des Zimmerers.

4

Flügel aushängen

Für den weiteren Einbau wird der Flügel ausgehängt — das macht den Rahmen leichter und schützt das Glas. Wie er gelöst wird, steht in der Einbauanleitung; meist sitzen die Lager hinter einer Blende.

5

Blendrahmen einsetzen und ausrichten

Der Blendrahmen wird von innen in die Öffnung gestellt, auf die Montagehöhe gehoben und mit den Montagewinkeln an den Sparren beziehungsweise Futterhölzern befestigt. Ausrichten: waagerecht in der Unterkante, senkrecht in der Flucht, und nicht verdreht — ein verwundener Blendrahmen lässt später den Flügel klemmen und die Dichtung nicht gleichmäßig anliegen. Die Diagonale des Rahmens darf sich beim Verschrauben nicht verändern.

6

Wärmedämmrahmen setzen

Der Spalt zwischen Blendrahmen und Sparren wird mit dem Wärmedämmrahmen geschlossen, die Laibung ringsum gedämmt. Kein Stopfen — gepresste Dämmung dämmt schlechter und bildet keine geschlossene Ebene.

7

Folien- und Dämmanschluss herstellen

Der Folienanschluss (bei Fakro XDP) wird oben unter die Unterdeckbahn geführt; seitlich und unten wird die Bahn so über den Rahmen gelegt, dass Wasser über das Blech läuft und nicht dahinter. Auf Bitumen- oder Schweißbahnuntergrund wird hier nicht geflämmt — offene Flamme auf brennbarem Untergrund erzeugt Glutnester, die in Ritzen ziehen und Stunden nach Arbeitsende durchbrennen. Der Anschluss an eine Bitumenbahn wird geklebt oder ist Sache des Fachbetriebs.

8

Eindeckrahmen aufsetzen

Der zu Fenster und Deckung passende Eindeckrahmen wird von außen auf den Blendrahmen gesetzt und nach Herstellerangabe befestigt. Jetzt wird die Wasserableitrinne oberhalb des Fensters montiert und der Rahmen seitlich und unten an die Deckung angeschlossen.

9

Dampfsperrschürze anschließen

Die Schürze wird am Blendrahmen angesetzt und auf die Dampfbremse der Dachfläche geklebt — mit dem Klebeband des Bahnenherstellers, mit der Andrückrolle angepresst, in den Ecken faltenfrei. Diese Verbindung ist der Punkt, an dem sich später entscheidet, ob es Schimmel gibt. Feuchte Raumluft, die hier durchströmt, kondensiert in der Dämmung — unsichtbar, bis der Schaden groß ist (Details Dachfenster innen abdichten).

10

Flügel einhängen und Funktion prüfen

Flügel einhängen, öffnen, schließen, in Putzstellung drehen. Der Flügel muss frei laufen, die Dichtung muss ringsum gleichmäßig anliegen. Bei einem Rettungs- oder Ausstiegsfenster prüfen, ob die erforderliche Öffnung frei bleibt.

Unterdachanschluss und Dampfsperrschürze

Diese beiden Anschlüsse sind die zwei Hälften desselben Versprechens: kein Wasser von außen, keine Feuchte von innen. Beide sind Bauteile, die man nach dem Verkleiden nie wieder sieht — deshalb werden sie vor dem Innenausbau kontrolliert, nicht danach.
Der Unterdachanschluss oben
funktioniert nur, wenn der Folienanschluss (bei Fakro XDP) wirklich unter die Unterdeckbahn geführt ist. Liegt er auf der Bahn, läuft das Wasser über den Folienanschluss hinweg und hinter den Rahmen. Die seitlichen und unteren Anschlüsse arbeiten in die andere Richtung: hier liegt das Blech über der Deckung, sodass das Wasser abläuft und nicht in den Anschluss steigt.
Die Dampfsperrschürze innen
funktioniert nur, wenn die Dampfbremse der Dachfläche lückenlos bis an den Blendrahmen reicht. Eine Schürze, die in der Luft endet, weil die Dampfbremse nicht herangeführt wurde, schließt nichts ab. Bevor das Innenfutter kommt, wird der Anschluss rundum geprüft: liegt das Band überall an, gibt es Falten, Blasen, offene Ecken?

Die häufigsten Fehler beim Dachfenster-Einbau

FehlerFolge
Fenster breiter als Sparrenlichte ohne WechselSparren herausgeschnitten, Dach hängt durch
Eindeckrahmen zur falschen DeckungAnschluss passt nicht, Wasser läuft ein
Folienanschluss auf statt unter der BahnWasser läuft über die Scheibe
Wasserableitrinne oberhalb vergessenWasser der Unterdeckbahn läuft ins Fenster
Dampfsperrschürze nicht an Dampfbremse geklebtfeuchte Luft in der Dämmung, Schimmel
Wärmedämmrahmen weggelassenWärmebrücke, Tauwasser am Rahmen
Blendrahmen verdreht verschraubtFlügel klemmt, Dichtung liegt ungleichmäßig an
Sparrenlichte nur an einer Stelle gemessenFenster passt oben, klemmt unten
Nur das Fenster bestelltEindeckrahmen und Anschlussteile fehlen, der Einbau steht

Was ein Dachfenster samt Einbau kostet

Die Kosten teilen sich in Fenster, Eindeckrahmen und den Einbau. Das Fenster selbst ist der größte Posten, der Eindeckrahmen kommt größen- und deckungsabhängig hinzu, der Einbau richtet sich nach Dachhöhe, Erreichbarkeit und ob ein Wechsel nötig wird.
Dachfenster355,95–1.262,46 €/Stk.
572 aktive Artikel. Schwing- und Klappfenster, Größe und Verglasung bestimmen den Preis.
Eindeckrahmen73,34–603,58 €/Stk.
297 aktive Artikel. Passend zu Fenstergröße und Deckungsart.
Dampfbremse und Klebebänder16,35–177,00 €/Rolle
9 aktive Artikel. Superglass-Systemkomponenten für den luftdichten Anschluss.
Dämmung8,55–26,65 €/m²
27 aktive Artikel. Glaswolle-Klemmfilz, Preis je Quadratmeter.
Preise aus dem Franke-Sortiment, Stand 6. Oktober 2026, brutto. Spannen über die aktiven Artikel der jeweiligen Gruppe — Ausführung und Größe bestimmen, wo man darin landet.
Ein Wechsel, ein zu stellendes Gerüst oder ein elektrischer Antrieb mit Anschluss verteuern den Einbau spürbar — sie sind keine Nachlässigkeit, sondern echte Gewerke.
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Was beachtet werden muss

Absturz
Leiter oder Gerüst — die Regel für alle Arbeiten in diesem Ratgeber Die Leiter ist ein Zugangsmittel, kein Arbeitsplatz. Für kurze Griffe und Kontrollen genügt sie. Sobald eine Arbeit beide Hände braucht, sich über Stunden oder mehrere Meter zieht oder ein Bauteil gehalten werden muss, gehören Gerüst oder Arbeitsbühne dazu. Eine zweite Person macht eine Leiter nicht zum sicheren Arbeitsplatz. Die Zwei-Meter-Marke aus dem gewerblichen Arbeitsschutz ist keine Freigrenze — maßgeblich ist die konkrete Gefährdung, und schwere Verletzungen entstehen auch darunter.
Betreten der Dachfläche
Regelfall: Die Dachfläche ist keine Verkehrsfläche. Der äußere Anschluss wird von Gerüst oder Arbeitsbühne aus hergestellt — nicht auf der Deckung stehend. Wer auf die Deckung tritt, hat keinen sicheren Tritt: Ein Ziegel mit Haarriss bricht auch über der Latte, feuchte oder bemooste Deckungen sind rutschig, und während des Einbaus ist zudem die Öffnung selbst eine Absturzstelle, die gesichert werden muss.
Statik
Ein Wechsel ist Tragwerksarbeit. Wo ein Fenster breiter als die Sparrenlichte ist, werden die Hölzer und Anschlüsse bemessen — das ist keine Selbermacher-Aufgabe, sondern die Grenze der Eigenleistung.
Offene Flamme
Wo der Unterdachanschluss an eine Bitumen- oder Schweißbahn stößt, wird für die Eigenleistung nicht geflämmt — nicht „davon ist abzuraten", sondern raus. Offene Flamme auf brennbarem Untergrund (Holzschalung, Holzanschlüsse, Dämmung) erzeugt Glutnester, die in Ritzen ziehen und Stunden nach Arbeitsende durchbrennen, wenn niemand mehr da ist. Der Anschluss an eine Bitumenbahn wird geklebt; wer die Haltbarkeit einer Schweißbahn will, lässt sie vom Fachbetrieb verlegen.
Jahreszeit und Witterung
Der Eindeckrahmen wird nur bei trockener, möglichst frostfreier Witterung angeschlossen. Klebebänder der Dampfsperrschürze brauchen einen trockenen, staubfreien Untergrund und eine Mindesttemperatur — beides steht in der Produktangabe.
Was schiefgeht, wenn man es falsch macht
Ein falsch angeschlossenes Dachfenster zeigt sich selten am Einbautag. Der Regeneintritt über den Unterdachanschluss tritt erst beim ersten stärkeren Schlagregen auf, die Feuchte aus der undichten Dampfsperrschürze erst nach ein bis zwei Heizperioden als Schimmel in der Laibung. Beides sitzt dann hinter der Verkleidung — die Nacharbeit kostet ein Vielfaches der Sorgfalt, die beim Einbau nötig gewesen wäre.
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