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| Befund | Maßnahme | Wer |
|---|---|---|
| Wasserableitrinne verstopft | freilegen, auskehren, Wasserwege seitlich freimachen | Eigenleistung |
| Eindeckblech verbogen oder gerissen | Eindeckrahmen tauschen | Eigenleistung, von Gerüst oder Arbeitsbühne aus |
| Falscher Rahmentyp verbaut (passt nicht zu Fenster oder Deckung) | durch den passenden Rahmen ersetzen | Eigenleistung nur, wenn die Deckung nicht großflächig geöffnet werden muss |
| Folienanschluss oder Unterdeckbahn beschädigt | Anschluss an das Unterdach neu herstellen | Fachbetrieb |
| Mehrere Ursachen gleichzeitig | Anschluss komplett öffnen und neu herstellen | Fachbetrieb |
| Werkzeug | Material |
|---|---|
| Zollstock, Bleistift, Klebeband zum Markieren | Eindeckrahmen passend zu Fenster und Deckung |
| Akkuschrauber mit Bit-Satz | Anschlussklebeband des Bahnenherstellers |
| Cuttermesser | Dichtkleber für den Folienanschluss |
| Handfeger, Eimer | Butylband für Blechübergänge |
| Andrückrolle | Dampfsperrschürze passend zum Fenster |
| Gerüst oder Arbeitsbühne für die Außenseite | Dämmstoff für die erneuerte Laibungsdämmung |
Tropft es bei Regen (→ äußerer Anschluss) oder schwitzt es ohne Regen (→ innere Ebene)? Diese Unterscheidung entscheidet, wo gearbeitet wird — die Details dazu stehen in Dachfenster undicht.
Alte Unterdeck- und Unterdachbahnen, Faserzement-Deckplatten, Kleber und Kitte können asbesthaltig sein. Bei Objekten mit Baubeginn bis einschließlich 31. Oktober 1993 muss vor dem Eingriff mit Asbest gerechnet werden; bei später erneuerten Bauteilen sind deren Einbau- und Produktnachweise gesondert zu prüfen. Verlässliche Bau- und Produktunterlagen räumen den Verdacht aus; reichen sie nicht, klärt eine Materialprobe im Labor — die Probe nicht durch Absägen nehmen. Material aus 1994 und 1995 ist nicht automatisch unverdächtig, weil Restbestände legal bis in den April 1994 verbaut werden durften. Nicht schneiden, nicht reißen, nicht schleifen, nicht mit dem Hochdruckreiniger bearbeiten; Umgang und Entsorgung nach TRGS 519 durch einen dafür qualifizierten Fachbetrieb.
Von Gerüst oder Arbeitsbühne aus: Eindeckrahmen, Folienanschluss, seitliche und untere Bleche, und ob die Deckung ringsum intakt aufliegt. Nur so lässt sich sagen, ob neu gedichtet oder ein Bauteil getauscht werden muss.
Freilegen und auskehren. Bei vielen Fenstern ist das die eigentliche Abdichtung.
Ein falscher Rahmen wird nicht geflickt, sondern durch den zu Fenster und Deckung passenden ersetzt. Das ist die Stelle, an der Eigenleistung an ihre Grenze kommt, sobald dafür die Deckung großflächig geöffnet werden muss.
Folienanschluss unter die Unterdeckbahn führen; seitlich und unten muss das Wasser über die Bleche ablaufen — bei einer Ziegeldeckung überdecken die Ziegel die seitlichen Rahmenteile meist selbst (Details Dachfenster einbauen). Auf Bitumen- oder Schweißbahnuntergrund wird nicht geflämmt — offene Flamme auf brennbarem Untergrund erzeugt Glutnester, die in Ritzen ziehen und Stunden nach Arbeitsende durchbrennen. Geklebt wird mit dem dafür vorgesehenen Anschluss oder vom Fachbetrieb verlegt.
Schürze am Blendrahmen ansetzen, auf die Dampfbremse kleben, anpressen, in den Ecken faltenfrei. Anschließend die Dichtheit prüfen — der letzte Moment, bevor verkleidet wird (Details Dachfenster innen abdichten).
Der Spalt zum Sparren muss geschlossen sein, sonst bleibt der Rahmen kalt und beschlägt (Details Dachfenster dämmen).
| Fehler | Folge |
|---|---|
| Silikon oder Bauschaum statt Systemblech am Anschluss | hält nicht dauerhaft, Wasser läuft hinter |
| Falscher Eindeckrahmen zur Deckung | passt nicht, Schlagregen tritt ein |
| Folienanschluss auf statt unter der Bahn | Wasser läuft über die Scheibe |
| Wasserableitrinne verstopft | Wasser läuft am oberen Anschluss über |
| Dampfsperrschürze nicht an Dampfbremse geklebt | Feuchte in der Dämmung, Schimmel |
| Regeneintritt innen mit Dichtmasse verfolgt | Ursache außen bleibt, Wasser sucht sich neuen Weg |
| Auf Bitumenuntergrund geflämmt | Glutnester, Brandgefahr |