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| Tropfstelle innen | Verdacht außen | Prüfschritt |
|---|---|---|
| obere Innenlaibung | Wasserableitrinne verstopft oder Folienanschluss liegt auf statt unter der Bahn | Rinne oberhalb freilegen und auskehren; den Austritt der Folie unter der Unterdeckbahn sichten |
| seitliche Laibung | seitliche Überdeckung: Ziegel enden zu knapp über dem Seitenblech oder das Blech hebt sich | Deckungsrand am Fenster sichten, Blech auf festen Sitz und Überdeckung prüfen — im Zweifel bei Schlagregen beobachten |
| untere Laibung | unteres Blech: das Wasser tritt nicht auf die Deckung aus, sondern läuft dahinter | nach Regen von außen prüfen, wo das Wasser den Rahmen verlässt — sichtbar auf der Deckung oder unter der Austrittskante |
| Befund | Antwort |
|---|---|
| Rinne und Blechwege verstopft, Bleche intakt | reinigen: Laub, Moos und Ziegelsplitter aus der Wasserableitrinne und den Blechwegen entfernen, den Wasserweg freilegen |
| Blech verbogen, sonst unbeschädigt | richten oder tauschen: eine einzelne Beule lässt sich zurückformen; ein Blech, das sich bei Wind hebt oder seine Dichtkante nicht mehr erreicht, wird getauscht |
| Rahmen passt nicht zur Deckung, ist durchgerostet oder gerissen | tauschen — er wird ersetzt, nicht geflickt |
Tropft es bei Regen, ist die äußere Ebene die Adresse; schwitzt es ohne Regen, ist es die innere. Diese Unterscheidung entscheidet, ob man überhaupt auf dieser Seite richtig ist (Dachfenster undicht).
Alte Unterdeck- und Unterdachbahnen, Faserzement-Deckplatten, Kleber und Kitte können asbesthaltig sein. Bei Objekten mit Baubeginn bis einschließlich 31. Oktober 1993 muss vor dem Eingriff mit Asbest gerechnet werden; bei später erneuerten Bauteilen sind deren Einbau- und Produktnachweise gesondert zu prüfen. Verlässliche Unterlagen räumen den Verdacht aus, sonst klärt eine Materialprobe im Labor. Nicht schneiden, nicht reißen, nicht schleifen, nicht mit dem Hochdruckreiniger bearbeiten; Umgang und Entsorgung nach TRGS 519 durch einen qualifizierten Fachbetrieb. Diese Frage steht vor dem ersten Lösen — nie erst nach der Freilegung.
Von Gerüst oder Arbeitsbühne aus: Eindeckrahmen, Folienanschluss, seitliche und untere Bleche, und ob die Deckung ringsum intakt aufliegt. Nur so lässt sich sagen, ob neu gedichtet oder ein Bauteil getauscht werden muss.
Freilegen und auskehren. Bei vielen Fenstern ist das die eigentliche Abdichtung.
Ein falscher Rahmen wird nicht geflickt, sondern durch den zu Fenster und Deckung passenden ersetzt. Das ist die Stelle, an der Eigenleistung an ihre Grenze kommt, sobald dafür die Deckung großflächig geöffnet werden muss.
Folienanschluss oben unter die Unterdeckbahn führen. Seitlich liegt die Deckung über dem Blech — bei einer Ziegeldeckung überdecken die Ziegel die seitlichen Rahmenteile. Unten liegt das Blech über der Deckung. In allen drei Fällen läuft das Wasser oben auf dem Blech ab, nie dahinter. Auf Bitumen- oder Schweißbahnuntergrund wird nicht geflämmt; geklebt wird mit dem dafür vorgesehenen Anschluss oder vom Fachbetrieb verlegt.
Die gelösten Ziegel wieder eindecken, an die seitlichen Wasserführungsbleche anschließen. Fehlende oder gebrochene Ziegel passend ersetzen.
Ist die äußere Ebene geschlossen, kann die luftdichte Schürze innen angeschlossen beziehungsweise geprüft werden (Dachfenster innen abdichten). Diese Reihenfolge ist nicht umkehrbar: innen zu dichten, während es außen reinläuft, sammelt Feuchte in der Dämmung.
| Fehler | Folge |
|---|---|
| Silikon oder Bauschaum statt Systemblech | hält nicht dauerhaft, Wasser läuft hinter |
| Eindeckrahmen zur falschen Deckung | passt nicht, Schlagregen tritt ein |
| Folienanschluss auf statt unter der Bahn | Wasser läuft über die Scheibe |
| Wasserableitrinne verstopft | Wasser läuft am oberen Anschluss über |
| Seitliches Blech falsch herum (Wasser dahinter) | Schlagregen dringt seitlich ein |
| Auf Bitumenuntergrund geflämmt | Glutnester, Brandgefahr |
| Innen gedichtet, außen undicht gelassen | Wasser sammelt sich hinter der Dichtmasse in der Dämmung |