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Von Franke Baustoffe
6. Okt. 2026 14 Min. Lesezeit

Ortgangblech montieren: der wind- und regendichte Dachabschluss

Windschutz-Ortgang reihenweise montiert: Links-/Rechtselement je Deckreihe, Größenbestimmung und Montagevorgabe des Herstellers
10 Arbeitsschritte
12 typische Fehler

Vorab: Die Schadstofffrage am alten Ortgang

Beim Neubau auf freiem Grund stellt sich die Schadstofffrage nicht — beim Ersatz eines alten Ortgangabschlusses steht sie dagegen ganz vorn, weil der Rückbau in den Bestand greift.

🔴 Der alte Ortgangabschluss kann schadstoffhaltig sein. Alte Faserzementplatten — auch die, die Ziegel nachahmen und als Ortgang- oder Giebelabschluss verbaut wurden — sowie alte Bahnen, Kleber, Kitte und Spachtelmassen können bei Objekten mit Baubeginn bis einschließlich 31.10.1993 asbesthaltig sein; bei später erneuerten Bauteilen sind deren Einbau- und Produktnachweise gesondert zu prüfen. Maßgeblich ist der Baubeginn des Objekts — nicht allein das Einbaudatum des Materials. Bei Verdacht gilt: nicht öffnen, nicht zerstören; Umgang und Entsorgung nach TRGS 519 durch einen dafür qualifizierten Fachbetrieb.

Der Nachweis muss nicht immer eine Materialprobe sein. Auch verlässliche Bau- und Produktunterlagen räumen den Verdacht aus. Reichen sie nicht, folgt die technische Erkundung mit emissionsarmer Probenahme.
Erst wenn der Bestand als unbedenklich bestimmt ist, geht es ans Montieren — und an die Frage, die den Ortgang entscheidet: Welche Bauart liegt vor, und was verlangt sie an Untergrund und Befestigung?

Unser Ortgangbleche & Ortgangblenden Sortiment 238 Produkte

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Was der Ortgang ist — die windempfindlichste Dachkante

Der Ortgang ist kein beliebiges Detail, sondern die Linie, an der das Dach seitlich endet — und dort greifen Wind und Regen gleichzeitig an.
Der Ortgang ist der seitliche Dachabschluss
Am geneigten Dach ist der Ortgang die schräge Kante, an der die Dachfläche seitlich endet — an der Giebelwand beziehungsweise, wo das Dach einen Überstand hat, weiter außen über dem Giebel. Maßgeblich für den Abschluss ist die Außenkante von Ortgangbrett beziehungsweise Sparren, nicht die Wandflucht. Die Deckung endet hier nicht an einem anderen Dachteil, sondern frei an dieser Kante — und genau an dieser Naht liegt die Schwachstelle, über die Schlagregen hinter die Deckung und der Wind unter die Randziegel greift.
Der Ortgang gehört zu den windempfindlichsten Linien des Daches
An allen freien Rändern — Ortgang, Traufe und First — beschleunigt die Strömung und erzeugt Sog; die höchsten Werte treten in den Eckbereichen auf, wo zwei Ränder zusammenlaufen. Der Wind zieht an der Kante nach oben und hebt die Randziegel an. Gleichzeitig drückt Schlagregen seitlich gegen den Anschluss. Der Ortgang ist deshalb die Stelle, an der ein Dach ohne sauberen Abschluss zuerst aufgibt — nicht in der Fläche, sondern an der Kante.
Deshalb endet die Deckung am Ortgang nicht offen
Die Deckung wird am Ortgang seitlich überdeckt und geschützt — durch ein Bauteil, das Wind abhält und Wasser abtropfen lässt. Das ist die Aufgabe des Ortgangblechs.

Was das Ortgangblech leistet — Windschutz und Regenschutz

Das Ortgangblech ist der seitliche Abschluss der Deckung — ein Blech, das die Kante überdeckt und nach außen abschließt.
Es hält Wind und Regen von der Kante fern
Das Ortgangblech — bei Franke als Windschutz-Ortgang geführt — liegt über der seitlichen Kante der Deckung und schließt den Übergang zur Giebelwand ab. Es verhindert, dass Schlagregen hinter die Deckung läuft und dass der Windsog die Randziegel anhebt. Es ist damit beides in einem: Windschutz und Regenschutz an der windempfindlichsten Linie des Daches.
Es ist ein Blechteil, kein Ziegelersatz
Das Ortgangblech ersetzt keinen Ziegel, sondern ergänzt die Deckung an ihrer Kante. Es wird passend zur Deckung und zur Dachneigung gewählt und greift seitlich über die Randziegel. Ein Ortgangblech, das nicht zur Deckung passt, schließt nicht — es liegt nur auf.
Der Fachbegriff „Ortgangblech" und der Sortimentsname „Windschutz-Ortgang" meinen denselben Zweck. Wer im Sortiment sucht, findet den seitlichen Dachabschluss unter Windschutz-Ortgang; der allgemeine handwerkliche Begriff für dieses Bauteil ist Ortgangblech. Beide bezeichnen dasselbe Bauteil an derselben Stelle — die Benennung unterscheidet sich nur, je nachdem ob man im Sortiment oder im Handwerk sucht.

Zwei Bauarten — und sie werden unterschiedlich montiert

Am Anfang steht eine Weiche, die über den gesamten Montageablauf entscheidet: Welche Bauart liegt vor?
Das durchlaufende Klempnerblech
Es wird als lange Bahn aus Zuschnitt gekantet und über die ganze Ortganglänge geführt. Für diese Bauart gelten die Klempnerregeln: seitliche Deckungsüberdeckung, Tropfkante mit ausreichendem Abstand, Dehnungsausgleich über Fest- und Schiebepunkte, Trennlage nach Werkstoffpaarung. Sie ist Klempnerarbeit.
Das reihenweise Systemelement
Daneben gibt es vorgefertigte Windschutz-Ortgänge, die je Deckreihe als Links- oder Rechtselement gesetzt und produktspezifisch befestigt werden — genau diese Bauart führt Franke. Hier gibt es keine durchlaufende Bahn und damit auch keine durchlaufende Tropfkante und keine Fest-/Schiebepunkte im Sinne der Klempnertechnik: Jedes Element bewegt sich für sich. Maßgeblich sind die Größenbestimmung und die Montagevorgabe des Herstellers, nicht die Blechregeln des durchlaufenden Profils.
Die Bauart bestimmt, welche Regeln gelten
Wer ein Systemelement nach den Regeln des Klempnerblechs montiert — oder umgekehrt —, arbeitet an der falschen Vorgabe. Der erste Schritt ist deshalb: feststellen, was verbaut werden soll, und die zugehörige Unterlage danebenlegen.

Welches Ortgangsystem liegt vor?

Bevor gemessen wird, steht eine Entscheidung, die den ganzen Rest bestimmt: Welches System wird montiert?
Dieser Text beschreibt das reihenweise Systemelement
Franke führt den seitlichen Dachabschluss als Windschutz-Ortgang — ein System aus Links- und Rechtselementen, die je Deckreihe gesetzt werden. Wenn im Folgenden von „Ortgangblech" die Rede ist, ist genau diese Bauart gemeint. Wer stattdessen ein durchlaufendes Klempnerblech verbauen will, arbeitet nach einem anderen Regelwerk (siehe „Zwei Bauarten").
Das Systemelement schließt Reihe für Reihe
Jedes Element deckt eine Deckreihe seitlich ab und überdeckt das darunterliegende. Es gibt keine durchlaufende Bahn und damit auch keine durchlaufende Tropfkante — jedes Element steht für sich, überdeckt und wird an seinen vorgesehenen Punkten befestigt. Die Ortganglänge wird deshalb nicht „am Stück" gedacht, sondern in Deckreihen.
Maßgeblich ist die Unterlage des Herstellers
Aufmaß, Größe, links/rechts und Befestigung stehen in der Größenbestimmung und der Montagevorgabe des Herstellers. Wer sie nicht danebenlegt, montiert mit den Regeln des falschen Systems.

Aufmaß A/B/C/D und Links-/Rechts-Bestimmung

Ein Systemelement lässt sich auf dem Dach kaum nacharbeiten. Eine falsche Größe erkennt man erst beim Montieren — deshalb steht das Aufmaß ganz vorn.
Der Hersteller misst den Ortgang mit vier Kenngrößen
Die Größenbestimmung arbeitet mit Messpunkten, die als A, B, C und D geführt werden. Sie erfassen die Decklänge beziehungsweise -höhe, die Breite des Abschlusses, das Lattmaß und die Lage der Außenkante von Ortgangbrett beziehungsweise Sparren. Welcher Buchstabe welchen Punkt meint und wie daraus die Bestellgröße wird, steht in der Größenbestimmung des Herstellers — die Werte selbst gehören ins Datenblatt, nicht in diesen Text.
Gemessen wird an der Außenkante, nicht an der Wand
Maßgeblich ist die Außenkante von Ortgangbrett beziehungsweise Sparren — der Punkt, an dem das Element später sitzt. Ein Ortgang mit Dachüberstand endet nicht an der Giebelwand, sondern weiter außen; wer an der falschen Kante misst, bestellt die falsche Größe.
Links und rechts sind zwei verschiedene Elemente
Das Systemelement gibt es als Links- und als Rechtselement. Welche Seite man braucht, entscheidet der Blick auf den Ortgang von unten: Auf der einen Dachseite sitzt das linke, auf der anderen das rechte Element. Beide gehören getrennt aufs Bestellblatt — ein vertauschtes Element passt auf derselben Dachseite nicht.

Mengen- und Reihenplan

Bestellt wird nicht nach Ortgangmetern, sondern nach Deckreihen.
Die Anzahl folgt aus den Deckreihen
Pro Deckreihe sitzt ein Element — wer die Zahl der Deckreihen zwischen Traufe und First kennt, kennt die Stückzahl. Hinzu kommen die Sonderteile am Anfang und Ende: das Traufelement unten und der Firstabschluss oben. Diese Sonderteile werden gesondert erfasst, nicht in die Reihe hineingerechnet.
Reserve nach Geometrie, nicht nach Gefühl
Ein pauschales „ein paar auf Reserve" ist teuer und oft falsch. Ob Reserve nötig ist, entscheidet die konkrete Dachgeometrie — ein gerader, durchgehender Ortgang braucht kaum Zuschlagsmaterial, ein Ortgang mit Dachfenster, Kamin oder Versatz schon eher. Gezählt wird, was auf dem Dach tatsächlich vorkommt.
Der Plan ist die Bestellgrundlage
Wer Reihen, Sonderteile und die links/rechts-Verteilung vor dem Bestellen aufschreibt, bestellt ein System, das zur Dachseite passt — und merkt Lücken, bevor sie auf dem Gerüst auftauchen.

Befestigungsgrund prüfen

Ein korrekt bestelltes Element hält nur auf einem Untergrund, der die Schraube auch aufnimmt.
Der Befestigungsgrund wird vom Hersteller vorausgesetzt
Das Systemelement wird auf dem Ortgangbrett beziehungsweise der Konterlattung befestigt — je nach Konstruktion und Montagevorgabe. Welcher Untergrund es ist und welche Anforderungen er erfüllen muss, steht in der Montagevorgabe, nicht in einer allgemeinen Regel.
Im Bestand zählt der Zustand
Ein morsches Ortgangbrett, eine lose Konterlattung oder eine Stelle, an der das Holz nicht mehr trägt, hält die Schraube nicht — egal wie gut das Element passt. Vor dem Montieren wird der Untergrund auf Zustand und festen Sitz geprüft; was nicht trägt, wird ersetzt oder ausgerichtet.
Schraube, Eindringtiefe und Werkstoffpaarung folgen dem Produkt
Welches Verbindungsmittel mit welcher Eindringtiefe und welche Dichtung am Element sitzt, gibt die Produktunterlage vor. Ebenso die Frage, ob zwischen Aluminium und Untergrund eine Trennung gehört: Kontaktkorrosion entsteht nur zwischen unterschiedlichen Metallen, die sich feucht berühren; trifft das Aluminium dagegen auf feuchtes Holz, Bitumen oder aggressive Inhaltsstoffe, ist das eine Werkstoffunverträglichkeit. Ob und welche Unterlage dann nötig ist, entscheidet die konkrete Materialpaarung nach der Herstellervorgabe.

Montagefolge Traufe–First

Die Reihenfolge ergibt sich aus der Überdeckungsrichtung: gearbeitet wird von unten nach oben.
Von der Traufe zum First
Das Traufelement wird zuerst gesetzt und an den konkreten Rand angepasst — dort, wo die unterste Deckreihe seitlich endet. Danach folgt Reihe für Reihe nach oben; jedes Element überdeckt das darunterliegende und schließt so die Naht regensicher ab.
Die Überdeckungsrichtung wird am Anfang festgelegt
Die Elemente überdecken sich so, dass Wasser, das an der Kante abläuft, über das Element nach außen abtropft und nicht in eine Stoßnaht läuft. Diese Richtung wird am Traufelement festgelegt und dann konsequent eingehalten.
Jedes Element an seinen Punkten befestigen
Das Systemelement wird an den vorgesehenen Befestigungspunkten angeschraubt — wie viele es sind, sagt die Montagevorgabe des Systems. Nicht „irgendwo festschrauben", sondern genau dort, wo die Montagevorgabe es vorsieht.
Den Firstabschluss ausführen
Oben wird der Ortgang mit dem vorgesehenen Abschluss beendet — dem Element beziehungsweise der Endsituation, die den Übergang zum First schließt. Erst wenn Traufelement, die Reihen dazwischen und der Firstabschluss sitzen, ist der Ortgang fertig.

Windsog ist ein zweiter Nachweis

Der Windschutz-Ortgang hält Wind von der Kante ab — er ersetzt nicht die Windsogsicherung der Dachziegel.
Ortgang und Verklammerung sind zwei verschiedene Dinge. Der Windschutz-Ortgang schließt die Kante und hält Schlagregen und Windsog von der Randziegelreihe fern. Die Windsogsicherung der Ziegel — die Verklammerung, die verhindert, dass der Sog den einzelnen Ziegel anhebt — ist davon getrennt und muss für sich bestehen.
Wer beides gleichsetzt, rechnet mit einer Sicherheit, die es nicht gibt. Am Ortgang wirkt hoher Windsog, in den Eckbereichen der höchste. Ein sauber montiertes Ortgangsystem ist dort kein Ersatz für die nach dem Deckungssystem erforderliche Verklammerung der Randziegel. Beide gehören zusammen: der Abschluss der Kante und die Sicherung der Ziegel davor.

Fehlerbild erkennen

Früh erkannte Montagefehler verhindern Folgeschäden an Deckung und Fassade. Diese Bilder lassen sich vom Gerüst aus prüfen.
Anzeichenmögliche UrsachePrüfung
Klappern bei WindElement sitzt lose, Schraube ohne HaltElement fassen, festen Sitz und Schraubenhalt prüfen
Wasser läuft am Giebel herabÜberdeckungsrichtung falsch, Stoßnaht undichtNahtverlauf prüfen, ob Wasser über oder in die Naht läuft
Schiefe ÜberdeckungElemente nicht gefluchtet, Untergrund verzogenOrtgangbrett und Elementflucht vom Gerüst aus anpeilen
Gelockerte SchraubeBefestigungsgrund morsch, Eindringtiefe zu geringSchraube auf festen Sitz und den Untergrund darunter prüfen

Der frühe Blick verhindert den späten Schaden

Klappern und Wasserfahnen sind die ersten Anzeichen — lange bevor der Untergrund nachgibt oder Wasser hinter die Fassade zieht. Wer sie am Gerüst entdeckt, behebt sie mit einem Handgriff; wer sie übersieht, behebt später die Folge am Baukörper.
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Schritt für Schritt: Windschutz-Ortgang montieren

Dieser Ablauf beschreibt das Montieren des reihenweisen Systemelements — getrennt nach dem, was zu klären, zu planen und auszuführen ist.
1

Schadstofffrage klären

Wird ein alter Ortgangabschluss ersetzt, den Bestand bestimmen; bei Verdacht auf Asbest in Faserzementplatten oder Bahnen endet der Rückbau hier (siehe ganz oben).

2

System und Unterlage bestimmen

Feststellen, dass das reihenweise Windschutz-Ortgang-System verbaut wird, und Größenbestimmung sowie Montagevorgabe des Herstellers danebenlegen.

3

Aufmaß nehmen

Die Messpunkte A/B/C/D nach der Größenbestimmung an der Außenkante von Ortgangbrett beziehungsweise Sparren aufnehmen — Decklänge beziehungsweise -höhe, Breite, Lattmaß und Lage der Kante.

4

Links-/Rechts- und Mengenplan erstellen

Je Dachseite bestimmen, ob Links- oder Rechtselemente gebraucht werden; die Deckreihen zwischen Traufe und First zählen und Traufelement sowie Firstabschluss gesondert erfassen.

5

Befestigungsgrund prüfen

Ortgangbrett beziehungsweise Konterlattung auf Zustand und festen Sitz prüfen; was morsch oder lose ist, ersetzen beziehungsweise ausrichten, bevor die Elemente daraufkommen.

6

Traufelement setzen

Das Traufelement unten anpassen und befestigen; damit die Überdeckungsrichtung für die folgenden Reihen festlegen.

7

Reihenweise bis zum First montieren

Element für Element von unten nach oben setzen — jedes überdeckt das darunterliegende und wird an den vorgesehenen Punkten befestigt.

8

Firstabschluss ausführen

Oben den vorgesehenen Abschluss setzen und den Übergang zum First schließen.

9

Windsogsicherung prüfen

Kontrollieren, dass die Verklammerung der Randziegel unabhängig vom Ortgangsystem besteht — der Windschutz-Ortgang ersetzt sie nicht.

10

Prüfen

Überdeckungsrichtung, festen Sitz der Elemente und den Firstabschluss kontrollieren, bevor der Ortgang als fertig gilt.


Die häufigsten Fehler

FehlerFolge
Aufmaß an der falschen Kante genommenElement passt nicht auf die Außenkante, Größe falsch
Links und rechts verwechseltElement passt auf der Dachseite nicht
Nach Ortgangmetern statt Deckreihen bestelltStückzahl falsch, System stückweise je Reihe
Befestigungsgrund nicht geprüftSchraube hält auf morschem Holz nicht
Überdeckungsrichtung falschWasser läuft in die Stoßnaht statt darüber
Elemente an beliebigen Punkten statt den vorgesehenen befestigtSitz weicht von der Montagevorgabe ab
Windsogsicherung der Ziegel weggelassenRandziegel heben am windempfindlichsten Punkt ab
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Was beachtet werden muss

Schadstofffrage — steht vor dem ersten Handgriff
Wird ein alter Ortgangabschluss ersetzt, können alte Faserzementplatten und Bahnen bei Objekten mit Baubeginn bis einschließlich 31. Oktober 1993 asbesthaltig sein; bei später erneuerten Bauteilen sind deren Einbau- und Produktnachweise gesondert zu prüfen. Umgang und Entsorgung nach TRGS 519 durch einen qualifizierten Fachbetrieb. Diese Prüfung steht vor jedem anderen Schritt am Bestand.
Ortgangblech ist Windschutz und Regenschutz in einem
Das Ortgangblech (bei Franke Windschutz-Ortgang) schließt die seitliche Dachkante ab und hält Schlagregen und Windsog von der windempfindlichsten Linie des Daches fern.
Windschutz-Ortgang als reihenweises Systemelement
Franke führt den seitlichen Dachabschluss als Windschutz-Ortgang — Links- und Rechtselemente, die je Deckreihe gesetzt und produktspezifisch befestigt werden. Ein durchlaufendes Klempnerblech ist eine andere Bauart mit eigenem Regelwerk.
Aufmaß und Links-/Rechts-Bestimmung
Die Größenbestimmung des Herstellers arbeitet mit Messpunkten A/B/C/D — aufgenommen an der Außenkante von Ortgangbrett beziehungsweise Sparren. Links- und Rechtselemente werden je Dachseite getrennt bestimmt.
Mengen- und Reihenplan
Bestellt wird nach Deckreihen, nicht nach Ortgangmetern: ein Element je Reihe, Traufelement und Firstabschluss gesondert.
Befestigungsgrund prüfen
Das Element hält nur auf einem tragfähigen Untergrund. Welcher Untergrund es ist und welche Schraube mit welcher Eindringtiefe dazu gehört, gibt die Montagevorgabe des Herstellers vor; morsches oder falsch liegendes Holz wird vorher ersetzt. Ob zwischen Aluminium und Untergrund eine Trennung gehört, entscheidet die Werkstoffpaarung.
Windsog ist ein zweiter Nachweis
Der Windschutz-Ortgang ersetzt nicht die Verklammerung der Randziegel. Die Windsogsicherung der Deckung muss unabhängig vom Ortgangsystem bestehen — am windempfindlichsten Dachrand.
Absturz
Gearbeitet wird von Gerüst oder Arbeitsbühne; die Leiter ist nur der Zugang, kein Arbeitsplatz — ein Ortgang wird über die volle Dachkante montiert.
Was schiefgeht, wenn man es falsch macht
Der teuerste Fehler am Windschutz-Ortgang ist der unsichtbare: das falsche Element bestellt, weil am Dach ohne die Hersteller-Messpunkte gemessen oder links und rechts vertauscht wurde. Von außen sieht die Kante nach dem ersten Setzen sauber aus — und erst beim Weiterarbeiten zeigt sich, dass die Elemente nicht schließen, weil Größe oder Seite nicht stimmen. Deshalb stehen Aufmaß, Links-/Rechts-Bestimmung und der Befestigungsgrund vor dem ersten Element: Der Windschutz-Ortgang hält nur so gut, wie die Größenbestimmung und die Montagevorgabe, nach denen er montiert wurde.
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