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| Nutzung des Raums | Was das Blechdach braucht |
|---|---|
| Unbeheizter Unterstand, Schuppen, Carport | keine Dämmung — Belüftung und bei Bedarf das Antikondensvlies genügen |
| Gelegentlich temperierte Werkstatt | Dämmung mit Dampfbremse kommt in Betracht, aber die Nachweislage ist zu prüfen: Schon gelegentliches Aufheizen treibt feuchte Luft in den Aufbau |
| Beheizter Raum | zweischaliger Aufbau mit luftdichter Dampfsperre und Tauwassernachweis nach DIN 4108-3 — eine Planungsaufgabe |
| Werkzeug | Material |
|---|---|
| Akkuschrauber, Blechschere | Dämmstoff (Mineralwolle oder PUR-/PIR) |
| Zollstock, Wasserwaage, Schlagschnur | Distanzprofile (Z-Profile) für den Schalenabstand |
| Cuttermesser mit Hakenklinge | Dampfsperre/Dampfbremse |
| Klebeband und Anpressrolle (Dampfsperre) | Klebeband für Stöße und Anschlüsse |
| Schutzbrille, Handschuhe, Staubmaske | Innenschale (Trapezprofil oder Bekleidung) |
| Gerüst oder Arbeitsbühne; Leiter nur als Zugang | Befestiger für Innenschale und Profile |
Zweischaliges Warmdach oder Sandwichpaneel? Bei beheizten Räumen gehört der Tauwassernachweis nach DIN 4108-3 vor den ersten Handgriff. Er bestimmt, welche Dampfsperre auf welche Dämmung gehört.
Beim zweischaligen Aufbau trägt die Innenschale; die Zwischenkonstruktion trägt die Außenschale. Die Pfetten und Anschlüsse müssen die zusätzliche Last der Dämmung und der zweiten Schale tragen — das ist vorher zu klären.
Die Zwischenkonstruktion (etwa Z-Profile) wird so auf die tragende Innenschale beziehungsweise die Unterkonstruktion gesetzt, dass sie die Außenschale trägt. Der Abstand bestimmt die Dämmstärke.
Lückenlos, ohne Hohlräume, ohne Quetschung. Stöße dicht gestoßen, keine offenen Fugen — jede Fuge ist eine Wärmebrücke und ein Weg für Konvektion.
Raumseitig, vor der Dämmung. Bahnen überlappend verlegen, Stöße verkleben, Anschlüsse an Wände, Pfetten und Durchdringungen luftdicht abkleben. Das ist der Schritt, an dem der Aufbau steht oder fällt.
Das zweite Profil oder die Bekleidung auf den Distanzprofilen befestigen. Sie schließt den Aufbau nach innen und schützt die Dampfsperre.
Rohre, Leuchten, Befestigungen — jede Durchdringung durch die Dampfsperre wird abgedichtet. Eine einzige offene Stelle macht die ganze luftdichte Ebene zunichte.
Die Dampfsperre auf Risse, offene Stöße und lose Anschlüsse prüfen, bevor die Innenschale vollständig schließt. Was danach undicht ist, sieht man nicht mehr.
| Fehler | Folge |
|---|---|
| Dampfsperre vergessen | Feuchte Innenluft kondensiert in der Dämmung, Dämmung nass |
| Dampfsperre auf der Kaltseite | Feuchte wird eingesperrt, Aufbau fault von innen |
| Dampfsperre nicht luftdicht verklebt | Konvektion trägt Feuchte in die Dämmung, trotz vorhandener Bahn |
| Antikondensvlies als Dämmung angesehen | keine Dämmwirkung, Raum bleibt kalt, Kondensat läuft trotzdem |
| Dämmung mit offenen Fugen eingelegt | Wärmebrücken und Konvektionswege |
| Garage zugeschäumt statt belüftet | Feuchte eingesperrt, Kondensat nimmt zu |
| Dämmung als Hitzeschutz im Sommer erwartet | Wärmeeintrag nur verzögert, Raum heizt sich trotzdem auf |
| Innenschale ohne Blick auf den Torlauf gebaut | Schwingtor kollidiert mit der neuen Decke |
| Tauwassernachweis ausgelassen | Aufbau bleibt nicht trocken, Schaden erst nach Jahren |
| Durchdringung nicht abgedichtet | Punktuelle Feuchtequelle, die die ganze Ebene zerstört |
| Dämmstärke ohne Nachweis gewählt | zu wenig Dämmung oder Feuchteproblem |
| Fall | Warum |
|---|---|
| Beheizte Räume | Tauwassernachweis nach DIN 4108-3 erforderlich |
| Sandwichpaneeldach | werksmäßiges System, systemgebundene Montage |
| Dämmung auf Bestandsdach mit alter Mineralwolle | Umgang mit alter Mineralwolle, TRGS 521 |
| Tragende Konstruktion unsicher | zusätzliche Last muss geprüft werden |
| Nachträgliche Dämmung über genutzten Räumen | Feuchteschaden wird teuer |