Unser Standort
Schneflingen, Wittingen


Montag - Freitag
von 8:00-16:30

Warenkorb
Ihr Warenkorb ist leer

Fügen Sie Artikel hinzu, um mit dem Einkauf zu beginnen.

Von Franke Baustoffe
24. Aug. 2026 14 Min. Lesezeit

Carport-Dach decken: welche Eindeckung passt

Neigung, Gewicht, Licht — die drei Fragen, die die Materialwahl entscheiden
Der Carport steht, jetzt kommt das Dach drauf. Die Materialwahl ist keine Geschmacksfrage: Dachneigung, Auflagerabstand und Gewicht entscheiden, was überhaupt zulässig ist — und was am Ende dicht bleibt.
12 Arbeitsschritte
10 typische Fehler
4 Eindeckungen im Vergleich

Die drei Fragen vor der Materialwahl

Fast jede Fehlentscheidung am Carportdach lässt sich auf eine dieser drei Fragen zurückführen, die vorher nicht gestellt wurde.
Wie steil ist das Dach?
Jede Eindeckung hat eine Mindestneigung, unter der sie nicht dicht bleibt. Bahnen kommen mit sehr wenig aus, Schindeln brauchen deutlich mehr. Die Neigung ist gegeben — sie steckt in der Konstruktion und lässt sich nachträglich kaum ändern. Also richtet sich das Material nach ihr, nicht umgekehrt.
Was trägt die Konstruktion?
Ein Carport ist auf ein bestimmtes Eigengewicht ausgelegt. Trapezblech und Wellplatten wiegen wenig, Ziegel ein Vielfaches davon. Wer aufrüstet, muss wissen, ob die Pfetten das mitmachen — zusammen mit der Schneelast, die im Winter dazukommt.
Soll Licht durch?
Ein Carport an der Hauswand nimmt dem dahinterliegenden Raum Tageslicht. Lichtdurchlässige Wellplatten oder Stegplatten lösen das, handeln sich dafür Vergilbung, Veralgung und Wärmeausdehnung ein. Ein undurchsichtiges Dach ist robuster und billiger.
Wer diese drei Antworten hat, hat die Materialwahl praktisch schon getroffen.

Die Neigung entscheidet mit

Zwei Begriffe, die oft vermischt werden: Bei Ziegel- und Steindeckungen spricht man von der Regeldachneigung — der unteren Neigung, bei der die Deckung ohne Zusatzmaßnahmen als regensicher gilt. Bei Platten- und Blecheindeckungen, um die es hier geht, gibt der Hersteller eine System-Mindestneigung für sein Profil an — die Grenze unterhalb der Regeldachneigung, an der auch die Zusatzmaßnahme endet. Gemeinsam ist beiden: Es ist keine Empfehlung, sondern die Bedingung, unter der Dichtheit zugesagt wird. Sie steht in der Verlegeanleitung.
Die beiden Begriffe dürfen nicht verwechselt werden. Eine Regeldachneigung — sie gilt für Ziegel, Steine und Schindeln — darf unterschritten werden, wenn die vom Hersteller ausdrücklich vorgesehenen Zusatzmaßnahmen ausgeführt werden: vergrößerte Überdeckung, zusätzliche Lage, verklebte Nähte, Unterdach. Das gilt auch für Platten und Bleche — dort heißen die Maßnahmen nur anders: ein Dichtungsprofil in der Höhenüberdeckung der Faserzementplatte, eine verklebte Unterspannbahn unter der Bitumenwellplatte, eine auf 200 mm vergrößerte Querüberdeckung mit Dichtband beim Trapezblech.
Die System-Mindestneigung dagegen ist die harte Grenze: 3° bei Trapezblech und Doppelstehfalz; bei den Wellplatten Faserzement allgemein 5° nach Fachregel, bei der Bitumenwellplatte höchstens 3° unter der Regeldachneigung — das jeweilige Profil kann enger sein. Darunter gibt es keine Zusatzmaßnahme, die es wieder richtig macht — weder vergrößerte Überdeckung noch Kleber noch Dichtband im Stoß. Dann ist es schlicht das falsche Material für dieses Dach.
Das ist der Punkt, an dem viele Carportdächer scheitern: Die Platten liegen korrekt, aber das Dach ist flacher, als das Material verträgt. Bei Starkregen mit Wind drückt Wasser die Überlappung hoch und läuft rückwärts unter die Platte. Das sieht man nicht beim Verlegen, sondern beim ersten Gewitter aus der falschen Richtung.
Zuerst die tatsächliche Neigung messen — mit Wasserwaage und Zollstock über eine bekannte Länge, dann in Prozent oder Grad umrechnen. Erst danach ins Regal greifen.

Stegplatten lassen Licht durch und sind der Weg, wenn der Carport nicht abdunkeln soll. Sie verlangen dafür Ausdehnungsspiel und offene Stirnseiten unten — sonst steht Kondenswasser in den Kammern.

Die Eindeckungen im Vergleich

EindeckungPasst beiGewichtLichtAufwand
Trapezblechflacher bis mittlerer Neigung, offener Lattungsehr leichtnein (Lichtplatten möglich)gering, große Tafeln
Bitumenwellplatteflacher bis mittlerer Neigung, engem Lattenabstandleichtneingering, gut zu schneiden
Kunststoffwellplattewie Bitumenwellplatteleichtjagering, Ausdehnung beachten
Polycarbonat-Stegplatteflachem Pultdach mit Profilsystemleichtja, am bestenmittel, Systemteile nötig
Bitumenbahn, kalt selbstklebendsehr flachem Dach mit geschlossener Schalungmittelneinmittel, Untergrund nötig
Bitumenschindelmittlerer bis steiler Neigung, mit geschlossener Schalungmittelneinhoch, viele Einzelteile
Dachziegelsteilem Dach, tragfähiger Konstruktionschwerneinhoch, Statik prüfen
Zwei Zeilen dieser Tabelle enthalten das entscheidende Wort: geschlossene Schalung. Bahnen und Schindeln brauchen eine durchgehende Holzfläche darunter. Liegt auf dem Carport nur eine Lattung, kommen sie nicht in Frage, ohne dass vorher geschalt wird — und die Schalung wiegt selbst etwas.
Warum in der Tabelle keine Schweißbahn steht
Bitumenbahnen gibt es auch zum Aufflämmen. Für die Eigenleistung fällt dieses Verfahren aus. Offene Flamme auf einer Holzschalung erzeugt Glutnester, die in Ritzen ziehen und Stunden nach Arbeitsende durchbrennen, wenn niemand mehr da ist. Wer die Haltbarkeit einer Schweißbahn will, lässt sie vom Fachbetrieb verlegen — für alles andere ist die kalt selbstklebende Bahn die richtige Wahl. Auch beim Fachbetrieb gehören Gefährdungsbeurteilung, ein geeigneter Feuerlöscher — kein Wassereimer, weil Wasser brennendes Bitumen verspritzt, und eine Brandwache mit mehrfacher Nachkontrolle dazu.
Die praktische Reihenfolge für einen typischen Carport
Flaches Pult- oder Bogendach ohne Schalung → Trapezblech, Bitumenwellplatte oder Stegplatte. Flaches Dach mit Schalung → kalt selbstklebende Bitumenbahn. Satteldach ab mittlerer Neigung mit Schalung → Bitumenschindel. Ziegel nur, wenn die Konstruktion dafür gebaut wurde.

Unser Wellplatten Sortiment 50 Produkte

Filter

Was die Konstruktion tragen muss

Zwei Lasten kommen zusammen: das Eigengewicht der Eindeckung und die Schneelast. Die Schneelast hängt vom Standort ab — Deutschland ist in Schneelastzonen eingeteilt, und der Unterschied zwischen Flachland und Mittelgebirge ist erheblich.
Für die Praxis heißt das:
  • Gleiches Material ersetzen — in der Regel der einfachste Fall, aber nicht automatisch unkritisch. Wellplatte gegen Wellplatte heißt nicht gleiches Profil: Plattenstärke, Wellenform, zulässige Spannweite und das vorgeschriebene Befestigungsbild unterscheiden sich zwischen Systemen. Zu prüfen sind deshalb die Produktdaten der neuen Platte gegen den vorhandenen Sparren- oder Pfettenabstand — und der Zustand der Unterkonstruktion, der unter der alten Deckung nicht sichtbar war.
  • Leichter werden — die Vertikallast sinkt, entlastet ist die Konstruktion damit aber nicht in jeder Hinsicht: Ein leichtes Dach hält sich nicht mehr durch sein Eigengewicht. Beim Wechsel von einer schweren auf eine leichte Eindeckung wird der Windsog zum bestimmenden Fall — die Platten oder Tafeln müssen entsprechend dicht und nach dem Befestigungsbild des Herstellers verschraubt werden, besonders an Rändern und Ecken. Wer nur „weniger Gewicht" denkt und die Befestigung vom alten Dach übernimmt, verliert die Eindeckung bei Sturm.
  • Schwerer werden — kritisch. Ziegel auf einen Carport, der für Platten gebaut wurde, ist der klassische Weg zur durchgebogenen Pfette. Hier entscheidet nicht das Bauchgefühl, sondern jemand, der rechnen kann.
Der zweite Punkt ist der Auflagerabstand: Jede Platte darf nur eine bestimmte Spannweite frei überbrücken. Steht die Lattung zu weit auseinander, biegt sich die Platte unter Schnee durch, das Wasser steht in der Mulde, und beim Betreten bricht sie. Der zulässige Abstand steht in der Verlegeanleitung und hängt von Plattenstärke und Schneelast ab. Bei Bitumenwellplatten ist er deutlich enger, als die meisten erwarten.
Beratungsgespräch bei Franke Baustoffe: Musterplatten und Farbkarten im Vergleich
  Baustoffhandel seit 1978
Welche Eindeckung trägt Ihr Carport?
Dachneigung und Auflagerabstand durchgeben — dann sagen wir Ihnen, welche Eindeckung dazu passt.
Beratung anfragen05839 97786-0Mo–Fr · Schneflingen

Entwässerung: wohin mit dem Wasser

Ein Carportdach von 15 m² sammelt bei jedem Regen erhebliche Wassermengen — und leitet sie an genau einer Kante ab. Ohne Rinne läuft das an der Traufe herunter, spritzt an die Pfosten, weicht den Boden auf und friert im Winter zu einer Eisfläche vor der Einfahrt.
Zur Entwässerung gehören: Dachrinne in passender Größe, Rinneisen in regelmäßigem Abstand, ein Gefälle in der Rinne Richtung Fallrohr, das Fallrohr selbst und die Frage, wohin das Wasser danach geht. In vielen Gemeinden darf Regenwasser vom Nebengebäude nicht in die Schmutzwasserleitung — dann ist Versickerung auf dem Grundstück vorgesehen.
Ein Traufblech unter der Eindeckung leitet das Wasser sicher in die Rinne, statt es an der Stirnholzkante entlanglaufen zu lassen. Ohne dieses Blech zieht Wasser an der Unterseite zurück und arbeitet sich in die Holzkante — der Grund, warum Carport-Traufbretter oft als Erstes faulen.
→ Die Montage der Rinne im Detail steht in Anleitung Nr. 14.

Der Anschluss an die Hauswand

Ein angebauter Carport hat eine kritische Stelle: die Fuge zwischen Eindeckung und Hauswand. Hier läuft Wasser von der Wand direkt in den Übergang, und Silikon allein hält das auf Dauer nicht aus.
Sauber ist ein Wandanschlussprofil: ein Blechprofil, das über die Eindeckung greift und oben an der Wand befestigt wird — entweder in einen geschnittenen Schlitz eingesetzt und verfugt oder mit einem Klemmprofil und dauerelastischer Dichtmasse abgeschlossen. Das Wasser läuft über das Blech auf die Fläche und nicht in die Fuge.
Bei Wärmedämmverbundsystem an der Hauswand wird es aufwendiger: Der Anschluss darf die Dämmung nicht durchtrennen und schon gar nicht dauerhaft befeuchten. Hier ist der Punkt erreicht, an dem ein Fachbetrieb die bessere Wahl ist — ein undichter Wandanschluss beschädigt nicht den Carport, sondern das Haus.

Werkzeug und Befestiger für das Carport-Dach

WerkzeugMaterial
Akkuschrauber mit Bit für BohrschraubenEindeckung nach Wahl, Fläche plus Überlappung
Blechschere, Nibbler oder Handkreissäge mit MetallblattBefestiger mit Dichtscheibe oder Dichtkappe
Stichsäge (Kunststoffplatten)First- und Ortgangprofile passend zum System
Wasserwaage, lange RichtlatteTraufblech
Zollstock, SchlagschnurDachrinne, Rinneisen, Fallrohr, Bögen
Leiter oder Gerüst, LaufbohleWandanschlussprofil bei Anbau
Handschuhe, SchutzbrilleAusbesserungslack bei Blech
Besen (Späne sofort entfernen)Dichtband für flache Neigungen
12 Arbeitsschritte
8 Werkzeuge
8 Materialposten

Carport-Dach decken: Schritt für Schritt

1

Neigung messen

Über eine bekannte Länge den Höhenunterschied abnehmen. Das Ergebnis mit der Mindestneigung des gewünschten Materials vergleichen — bevor bestellt wird.

2

Konstruktion prüfen

Sitzen alle Pfetten fest? Ist das Holz gesund oder gibt es weiche, dunkle Stellen? Faules Holz wird jetzt getauscht, nicht später unter der neuen Eindeckung. Auflagerabstand nachmessen und mit der Verlegeanleitung abgleichen.

3

Alte Eindeckung abnehmen

🔴 Vorher prüfen: Asbest. Graue, zementartige Faserzement-Wellplatten aus älterer Zeit können Asbest enthalten — auf Carports, Garagen, Schuppen und Ställen ist das häufig. In Deutschland ist die Herstellung und Verwendung solcher Produkte seit dem 31. Oktober 1993 verboten; Bei Objekten mit Baubeginn bis einschließlich 31. Oktober 1993 gilt das verbaute Material bis zum Nachweis des Gegenteils als verdächtig; später erneuerte Bauteile haben ihr eigenes Einbaudatum und werden gesondert belegt. Solche Platten dürfen nicht gesägt, gebohrt, gebrochen oder mit dem Hochdruckreiniger gereinigt werden — jede dieser Handlungen setzt Fasern frei. Der Umgang ist in der TRGS 519 geregelt; Demontage und Entsorgung gehören zu einem dafür qualifizierten und ausgerüsteten Fachbetrieb, die Entsorgung läuft über Annahmestellen mit Nachweis, nicht über den Bauschuttcontainer. Details in Anleitung Nr. 10.

Ist Asbest ausgeschlossen: vollständig abnehmen, einschließlich alter Befestiger. Alte Nägel, die im Holz bleiben, verhindern das saubere Auflegen der neuen Platten. Nicht auf die alte Eindeckung treten.
4

Fläche ausmessen und Verlegeplan aufstellen

Wie viele Bahnen oder Tafeln, wie viel Überlappung, wo landet der Reststreifen? Ein zu schmaler Reststreifen an der letzten Kante lässt sich nicht ordentlich befestigen — dann lieber die Überlappung insgesamt etwas vergrößern und gleichmäßig verteilen.


Phase 2: Eindecken

5

Traufblech setzen

Vor der Eindeckung, mit dem Wassertropf über die Rinnenkante.

6

Verlegerichtung festlegen

Gegen die Hauptwindrichtung arbeiten: Die zuletzt verlegte Platte überlappt die vorherige auf der windabgewandten Seite. So drückt der Wind die Überlappung zusammen statt auseinander.

7

Erste Bahn ausrichten

Diese eine Platte entscheidet über die ganze Fläche. Rechtwinklig zur Traufe, mit Überstand über die Rinne, mit der Wasserwaage kontrolliert. Erst befestigen, wenn sie stimmt.

8

Fläche verlegen

Nach den Regeln des jeweiligen Materials — Details in den Anleitungen Nr. 10, 11, 06 und 12. Grundsätzlich gilt: Befestiger, die die Platte tragen, sitzen an den Auflagern, nicht zwischen den Pfetten — niemals ins Leere schrauben. Davon zu unterscheiden sind Nahtbefestiger in der Seitenüberdeckung: Die gehören auch zwischen die Auflager, damit der Stoß nicht aufklafft (→ Anleitung Nr. 11).

9

First und Ortgang schließen

Systemprofile des jeweiligen Herstellers verwenden. Selbstgebogenes Blech an dieser Stelle ist die häufigste Undichtigkeit nach der Fläche selbst.


Phase 3: Anschließen und abnehmen

10

Wandanschluss herstellen

(nur bei Anbau). Profil setzen, oben abdichten.

11

Rinne montieren

Mit Gefälle zum Fallrohr, Rinneisen im vorgesehenen Abstand.

12

Abnahme mit Wasser

Mit dem Gartenschlauch von unten nach oben die Fläche fluten, unten kontrollieren. Lieber jetzt eine Stelle finden als beim nächsten Sturm.

Die häufigsten Fehler am Carport-Dach

FehlerFolge
Material unter seiner Mindestneigung verlegtWasser läuft rückwärts unter die Überlappung, Dach tropft bei Wind
Auflagerabstand zu großPlatte biegt durch, Wasser steht, Platte bricht beim Betreten
Verlegerichtung nicht nach dem WindWind hebt die Überlappung, Regen wird eingetrieben
Schraube zwischen den Pfetten gesetzthält nichts, Loch bleibt trotzdem im Dach
Bohrschraube überdrehtDichtscheibe platzt, Wasser läuft am Schaft ins Holz
Kein TraufblechWasser zieht an der Unterseite zurück, Traufbrett fault
Auf die verlegte Fläche getretenWellplatte bricht, Blech verbeult dauerhaft
Schwerere Eindeckung ohne Prüfung aufgelegtPfette biegt durch, im Winter unter Schnee Versagen
Wandanschluss nur mit Silikonreißt nach einem Jahr, Feuchte in der Hauswand
Metallspäne auf dem Blech liegen gelassenSpäne rosten fest, braune Punkte auf der Beschichtung

Wenn es tropft

Die Suche beginnt nicht dort, wo es tropft. Wasser läuft auf der Unterseite von Platten und Sparren weiter, bevor es fällt — der Eintritt liegt fast immer weiter oben.
Systematisch vorgehen
Zuerst die Befestiger ansehen — sitzt eine Dichtscheibe schief oder ist sie geplatzt? Dann die Überlappungen: Liegt irgendwo eine Platte hoch, weil ein Span darunter liegt oder eine Schraube zu kurz kam? Dann First und Ortgang. Zuletzt der Wandanschluss.
Kondenswasser sieht aus wie ein Leck, ist aber keins
Unter einem Blechdach schlägt sich Feuchtigkeit nieder, sobald die Blechunterseite unter den Taupunkt fällt — typisch in klaren Nächten, typisch flächig verteilt und nicht an einer Stelle. Ein Blech mit Antikondensvlies auf der Unterseite nimmt diese Feuchte auf und gibt sie tagsüber wieder ab. Das ist der Grund, warum man dieses Vlies beim Carport bestellt und nicht spart.

Was die Carport-Eindeckung kostet

Die Kosten trennen sich in Eindeckung, Befestigung, Randprofile und Entwässerung. Die Eindeckung ist meist der kleinere Teil — Systemprofile, Befestiger und Rinne summieren sich schneller, als man vermutet.
Trapezblech10,50–23,80 €/m²
13 Profile mit Quadratmeterpreis — die günstigste geschlossene Fläche.
Wellplatten13,92–145,99 €/Stk.
Bitumen und Kunststoff, Preis je Platte nach Länge.
Stegplatten30,87–128,38 €/Stk.
Polycarbonat, lichtdurchlässig, nach Stärke und Länge.
Befestiger und Profile16,50–43,35 €/Stk.
Bohrschrauben, Dichtscheiben, Rand- und Firstprofile.
Preise aus dem Franke-Sortiment, Stand 25. August 2026, brutto. Spannen über die aktiven Artikel der jeweiligen Warengruppe — Ausführung, Größe und Bedienung bestimmen, wo man darin landet.

Baurecht: Was am Carport genehmigt werden muss

Ein Carport ist in den meisten Bundesländern bis zu einer bestimmten Größe verfahrensfrei, das heißt: ohne Baugenehmigung zulässig. Die Grenzen und die Regeln zum Grenzabstand stehen in der jeweiligen Landesbauordnung und unterscheiden sich von Land zu Land erheblich.
Wichtig ist die Unterscheidung: Verfahrensfrei heißt nicht regelfrei. Auch ohne Genehmigung gelten Abstandsflächen, örtliche Gestaltungssatzungen und die Vorgaben des Bebauungsplans. Wer den Carport nur neu eindeckt, ändert daran nichts — wer ihn dabei vergrößert oder aufstockt, schon.
Bei einem grenzständigen Carport kommt der Brandschutz dazu: An der Grundstücksgrenze gelten für Wände und teils auch für die Bedachung besondere Anforderungen. Das ist keine Frage der Anleitung, sondern eine für die Bauaufsicht der Gemeinde — ein Anruf dort ist kostenlos und schneller als jede Recherche.
---

Was beachtet werden muss

Sicherheit
Nicht auf die Eindeckung treten — weder auf Wellplatten noch auf Blech. Wellplatten brechen ohne Vorwarnung, Blech verbeult und wird glatt. Auf dem Dach wird nur auf einer Laufbohle gearbeitet, die über mehrere Auflager reicht. Blechkanten schneiden wie ein Messer: Handschuhe sind Pflicht, keine Empfehlung. Bei Arbeiten über Kopf Schutzbrille, weil Bohrspäne fallen.
Absturz
Ein Carport ist niedriger als ein Hausdach, aber ein Sturz von zweieinhalb Metern auf Pflaster reicht für einen Krankenhausaufenthalt.
Leiter oder Gerüst — die Regel für alle Arbeiten in diesem Ratgeber
Die Leiter ist ein Zugangsmittel, kein Arbeitsplatz. Für kurze Griffe und Kontrollen genügt sie. Sobald eine Arbeit beide Hände braucht, sich über Stunden oder mehrere Meter zieht oder ein Bauteil gehalten werden muss, gehören Gerüst oder Arbeitsbühne dazu — und das Auflegen von Tafeln und Platten ist genau so eine Arbeit. Eine zweite Person macht eine Leiter nicht zum sicheren Arbeitsplatz. Die Zwei-Meter-Marke aus dem gewerblichen Arbeitsschutz ist keine Freigrenze; maßgeblich ist die konkrete Gefährdung. Nie allein arbeiten.
Wetter
Nicht bei Wind arbeiten. Große Platten und Blechtafeln wirken wie Segel und reißen einem aus der Hand — mit der Kante voran. Nicht bei Nässe auf dem Dach. Bitumenwellplatten werden in praller Sonne weich und verlieren an Tragfähigkeit; sie werden am besten an kühleren Tagen verlegt.
Wärmeausdehnung
Kunststoffplatten dehnen sich spürbar. Bohrlöcher werden größer als der Schraubenschaft gebohrt, damit die Platte arbeiten kann. Wer stramm verschraubt, bekommt bei sommerlicher Hitze Beulen und später Risse an den Löchern.
Statik
Die Frage, ob eine schwerere Eindeckung getragen wird, gehört nicht ins Bauchgefühl. Wer sicher wechseln will, holt sich eine Bestätigung von jemandem, der die Konstruktion beurteilen kann.
Gewährleistung
Verlegeanleitungen sind Teil der Produktzusage. Wer Überdeckung, Befestigungsbild oder Auflagerabstand unterschreitet, verliert im Schadensfall die Grundlage für eine Reklamation. Die Anleitung aufheben.
Nachbarschaft
Regenwasser darf nicht auf das Nachbargrundstück geleitet werden. Die Entwässerung gehört auf die eigene Fläche — das ist keine Höflichkeit, sondern geltendes Nachbarrecht.
---