Fügen Sie Artikel hinzu, um mit dem Einkauf zu beginnen.
🔴 Alte Dächer und Wände können schadstoffhaltig sein. Alte Beschichtungen, Spachtelmassen und Kleber können bei Bau bis einschließlich 1993 asbesthaltig sein; alte Dämmstoffe aus künstlichen Mineralfasern sind, wenn sie vor 1996 eingebaut wurden, ohne Entlastungsnachweis als krebserzeugend (Kategorie 1B) zu behandeln; bei Einbau zwischen 1996 und 2000 ist ohne Einzelnachweis weiterhin von alter Mineralwolle auszugehen. Beides überlagert das Dämmen des Drempels, denn es bedeutet öffnen, anfassen, einpassen. Asbest und alte Mineralwolle haben dabei verschiedene Weichen — beim Asbest den Baubeginn des Objekts, bei künstlichen Mineralfasern den Einbau vor 1996: später sanierte oder erneuerte Bauteile haben ihr eigenes Einbaudatum — entlastend wirkt das aber nur, wenn dieses Datum belegt ist. Bei Verdacht gilt: nicht öffnen, nicht zerstören; Umgang nach TRGS 519 (Asbest) beziehungsweise nach TRGS 521 (alte Mineralwolle) durch einen dafür qualifizierten Fachbetrieb.
| Symptom | wahrscheinliche Ursache | Prüfschritt |
|---|---|---|
| Schimmelkante am Übergang Decke/Schräge | Wärmebrücke am Traufpunkt | Oberflächentemperatur an einem kalten Tag prüfen |
| feuchte Stelle mittig in der Wand | Luftleck oder Durchdringung | Anschlüsse abtasten |
| modriger Geruch in der Abseite | fehlende Belüftung | Öffnungen oben und unten kontrollieren |
Den Bestand am Drempel bestimmen; bei Verdacht auf Asbest oder alte Mineralwolle endet das Öffnen hier (siehe ganz oben).
Zuerst festlegen, wo die thermische Grenze liegt (Abseitenwand oder Drempelmauer), dann prüfen, ob § 36 GModG (Anlage 7) für diesen Eingriff greift und welcher Höchstwert einschlägig ist — 0,30 W/(m²K) gegen den unbeheizten Dachraum, 0,24 W/(m²K) gegen Außenluft — oder ob der Auslösetatbestand beziehungsweise die Bagatellgrenze greift.
Aus Wandaufbau und Dämmstoff die Stärke ermitteln, die den Zielwert erreicht — nicht aus einer Pauschalstärke.
Den Übergang von Drempel zu Dachschräge und Geschossdecke vorab lösen.
Die Glaswolle-Klemmfilz-Dämmung in den Gefachrahmen einpassen, lückenlos und ohne Hohlräume.
Die feuchteadaptive Dampfbremse raumseitig setzen, Überlappungen sauber ausführen.
Die Dampfbremse als luftdichte Ebene nach DIN 4108-7 an Schräge, Decke und Ränder mit System-Klebebändern und Dichtkleber anbinden.
Jede Lücke, jede Durchdringung, jeden Anschluss kontrollieren — die luftdichte Ebene muss geschlossen sein.
Den kalten Dachraum hinter dem Drempel belüftet halten, nicht dicht verschließen.
| Fehler | Folge |
|---|---|
| Drempel beim Dämmen vergessen | offene Fläche in der Wärmehülle, Wärme fließt in den Dachboden |
| U-Wert nach GModG überschritten | gesetzliche Anforderung verfehlt, Nachbesserung |
| Dampfbremse entgegen dem Feuchtenachweis weggelassen | Feuchte zieht in die Dämmung, Kondensat, Wirkungsverlust |
| Dampfbremse und Dampfsperre verwechselt | falsche Schicht, Feuchte kann nicht austrocknen |
| Luftdichte Lücke nach DIN 4108-7 | feuchte Raumluft strömt in die Konstruktion |
| Wärmebrücke am Traufpunkt ignoriert | kalter Eckpunkt, Tauwasser, Schimmel |
| Feuchteadaptive Folie falsch herum verbaut | falscher Feuchtehaushalt in der Konstruktion |
| Abseite dicht verschlossen statt belüftet | feuchtes Klima hinter der Dämmung |