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🔴 Die Abdichtung selbst kann der Gefahrstoff sein. Alte Bitumenbahnen aus der Zeit bis einschließlich 1993 können Teer enthalten — dann gilt für Arbeiten an ihnen die TRGS 551, nicht die TRGS 519. Darunter liegt häufig alte Mineralwolle, für die die TRGS 521 gilt — mit eigenem Stichtag: Bei Einbau vor 1996 ist sie ohne Entlastungsnachweis als krebserzeugend (Kategorie 1B) zu behandeln; bei Einbau zwischen 1996 und 2000 ist ohne Einzelnachweis weiterhin von alter Mineralwolle auszugehen. Auch Faserzement-Bauteile — Dachplatten, Attikaverkleidungen, alte Schürzen — sowie Kleber, Spachtelungen und Beschichtungen aus der Zeit bis einschließlich 1993 können asbesthaltig sein. Die gesetzliche Weiche ist der Baubeginn des Objekts: später sanierte, nachgerüstete oder erneuerte Schichten haben ihr eigenes Einbaudatum — entlastend wirkt das aber nur, wenn dieses Datum belegt ist. Bei Verdacht gilt: nicht bohren, nicht brechen, nicht schleifen; Umgang und Demontage gehören zu einem dafür qualifizierten Fachbetrieb. Maßgeblich ist genau genommen der Baubeginn des Objekts: Wurde bis einschließlich 31. Oktober 1993 mit dem Bau begonnen, ist mit Asbest zu rechnen; bei später erneuerten Bauteilen zählen deren eigene Einbau- und Produktnachweise.
Die Flachdachabdichtung und ihre Schichten bestimmen: alte Bitumenbahnen (TRGS 551), alte Mineralwolle (TRGS 521), Asbest (TRGS 519) — bei Verdacht Fachbetrieb (siehe ganz oben).
Wechselrichter bis 800 VA; Module bis 2 kWp nur mit spezieller Energiesteckvorrichtung, an der Haushaltssteckdose bis 960 Wp.
Fläche, Ausrichtung und Kabelweg festlegen; Dachabläufe und Notüberläufe frei halten.
Die Fachfirma bemisst die Auflast je Zone — Eck-, Rand- und Innenzone — gegen Windsog und Gebäudehöhe.
Abdichtungsverträgliche Matte zwischen System und Abdichtung, flächig und ohne Falten.
Das System auf der Matte positionieren, nach Plan — nicht in der Eckzone, wenn es nur für die Innenzone bemessen ist.
Die vorgeschriebenen Gewichte je Zone auflegen, exakt nach Ballastplan.
Die DC-Leitung geschützt und ohne Abläufe zu kreuzen zum Wechselrichter führen.
Kontaktierung, Wechselrichter, Leitung, Steckdose und Stromkreis sind Elektrofacharbeit; ein normkonformes, steckerfertiges Gesamtprodukt darf an eine vorhandene, geeignete Steckdose angeschlossen werden — jede Änderung daran nicht.
Im Marktstammdatenregister registrieren.
Abdichtung und Abläufe kontrollieren — die Montage darf das Dach nicht beschädigen und das Wasser nicht stauen.
| Fehler | Folge |
|---|---|
| Abdichtung durchbohrt, um das System zu verschrauben | Wasserschaden — die wasserführende Ebene ist offen |
| Ballast nach Gefühl statt nach Ballastplan | Modul hebt bei Windsog ab oder kippt |
| Eck- und Randzone wie Innenzone ballastiert | unterballastiert, Wind greift zuerst die Ränder |
| Bautenschutzmatte weggelassen | Abdichtung durchgescheuert oder punktuell durchdrückt |
| Dachabläufe oder Notüberläufe zugestellt | Stauwasser, Überstauung bei Starkregen |
| Module selbst kontaktiert oder angeschlossen | Eingriff in spannungsführenden Stromkreis, Lebensgefahr |
| Auf der Abdichtung herumgelaufen statt über Laufwege | Punktlast und Beschädigung der Bahn |
| Meldepflicht im Marktstammdatenregister ignoriert | Anlage nicht ordnungsgemäß in Betrieb |
| Faserzement oder Teerpappe ungeprüft bearbeitet | Asbest- oder Teerfreisetzung, TRGS 519 / TRGS 551 verletzt |