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Von Franke Baustoffe
24. Aug. 2026 12 Min. Lesezeit

Flachdach abdichten: Garagendach und Flachdach sanieren

Bitumenbahn, Schweißbahn oder kaltselbstklebend — und was der Untergrund vorgibt
Das Garagendach ist undicht, die alte Abdichtung rissig und blasig. Die erste Frage ist nicht, welche Bahn gekauft wird, sondern ob eine neue Lage obendrauf reicht oder alles herunter muss. Diese Entscheidung fällt am Bestand — und sie entscheidet über Aufwand und Haltbarkeit.
10 Arbeitsschritte
9 typische Fehler
3 Verfahren

Erst prüfen: Sanieren oder komplett neu?

Die teuerste Entscheidung fällt vor dem Materialkauf. Eine neue Bahn über einen kaputten Aufbau zu kleben, verschiebt den Schaden um zwei Jahre und verdoppelt später die Arbeit.
Eine zusätzliche Lage genügt, wenn der Untergrund trocken und tragfähig ist, die alte Abdichtung fest haftet und nur die Oberfläche gealtert ist — spröde, ausgeblichen, feine Risse, aber keine Durchfeuchtung.
Alles muss runter, wenn eines davon zutrifft:
  • Der Untergrund ist feucht. Wasser unter einer neuen Bahn kommt nicht mehr heraus und arbeitet weiter.
  • Die alte Abdichtung löst sich flächig oder wirft Blasen.
  • Die Holzschalung ist weich oder dunkel verfärbt.
  • Es liegen bereits mehrere Lagen übereinander und der Aufbau ist unklar.
Wie prüft man auf Feuchte? An einer unauffälligen Stelle einen Schnitt setzen und die Lagen aufklappen. Ist es darunter dunkel, feucht oder riecht es modrig, ist der Aufbau durchfeuchtet. Diese Probe kostet fünf Minuten und entscheidet über den gesamten Materialbedarf.

🔴 Vor diesem Schnitt steht die Frage nach dem Baujahr. Ein Schnitt ist bereits ein Eingriff — und alte Bahnen, Kleber, Kitte, Spachtel- und Beschichtungsmassen können asbesthaltig sein. Stammt der Aufbau aus der Zeit bis einschließlich 1993, gilt er bis zum Nachweis des Gegenteils als verdächtig: nicht schneiden, nicht schleifen, nicht trennen, nicht mit dem Hochdruckreiniger bearbeiten. Geklärt wird das zuerst über die Unterlagen: Verlässliche Bau- und Produktnachweise räumen den Verdacht aus. Reichen sie nicht, folgt die Materialprobe im Labor — und die Probe selbst nicht durch Absägen nehmen. Der Umgang ist in der TRGS 519 geregelt; Demontage und Entsorgung gehören zu einem dafür qualifizierten und ausgerüsteten Fachbetrieb. Erst wenn Asbest ausgeschlossen ist, wird geschnitten. Ausführlich steht das weiter unten unter „Vorher: Was liegt da eigentlich drauf?". Maßgeblich ist genau genommen der Baubeginn des Objekts: Wurde bis einschließlich 31. Oktober 1993 mit dem Bau begonnen, ist mit Asbest zu rechnen; bei später erneuerten Bauteilen zählen deren eigene Einbau- und Produktnachweise.

Warum das Gefälle über alles entscheidet

Ein Flachdach ist nicht flach. Es braucht ein Gefälle, damit Wasser abläuft — und zwar an jeder Stelle, auch in den Kehlen und an den Rändern.
Stehendes Wasser ist der Hauptfeind jeder Flachdachabdichtung. Es verlängert die Einwirkzeit auf Nähte und Anschlüsse, es friert im Winter und sprengt, es bildet Algen und hält Schmutz fest. Eine Pfütze, die zwei Tage nach dem Regen noch steht, markiert die Stelle, an der die Abdichtung als Erstes aufgibt.
Wenn kein Gefälle vorhanden ist, hilft keine bessere Bahn. Dann muss ein Gefälle hergestellt werden — über Gefälledämmung oder eine aufgebaute Keilkonstruktion. Das ist Aufwand, aber die Alternative ist eine Abdichtung, die dauerhaft im Wasser steht.
Die Fachregeln nennen ein Mindestgefälle und behandeln Dächer darunter als Sonderfall mit erhöhten Anforderungen. Den konkreten Wert in der jeweils gültigen Fassung der Flachdachrichtlinie nachschlagen und nicht aus dem Gedächtnis schreiben.

Vorher: Was liegt da eigentlich drauf?

Bevor eine alte Abdichtung abgerissen wird, gehört geklärt, woraus sie besteht — und zwar in zwei Richtungen.
Teer
Vor den 1970er Jahren wurde teilweise teerhaltige Dachpappe verwendet. Teerhaltige Bahnen enthalten gesundheitsschädliche Stoffe und unterliegen strengeren Entsorgungsvorschriften. Am Aussehen ist das nicht zuverlässig erkennbar.
Asbest
Nicht nur Faserzementplatten können Asbest enthalten: Auch alte Dachbahnen, Kleber, Kitte, Spachtel- und Beschichtungsmassen kommen als asbesthaltige Produkte vor. Die Prüfgrenze ist dieselbe wie bei den Platten: Einbaujahr bis einschließlich 1993 → bis zum Nachweis des Gegenteils verdächtig, nicht schleifen, nicht trennen, nicht mit Hochdruck bearbeiten. Klärung über Unterlagen, sonst über eine Materialprobe; Umgang nach TRGS 519.
Praktisch heißt das
Bei einem Dach unbekannten Alters wird vor dem Abriss beim Entsorger beziehungsweise der Abfallberatung nachgefragt, was gilt — nicht danach, wenn der Container schon voll ist.

Die drei Verfahren

Schweißen (Flämmen)

Die Bahn wird mit dem Brenner angeschmolzen und in die flüssige Bitumenmasse eingerollt. Das ergibt die haltbarste Verbindung und ist der Standard im Fachbetrieb.

🔴 Für die Eigenleistung fällt dieses Verfahren aus. Nicht „heikel", sondern raus: Offene Flamme auf einem Dach mit brennbarem Untergrund — Holzschalung, Holzanschlüsse, Dämmung — ist eine Brandgefahr, die über Stunden weiterläuft. Glutnester ziehen in Ritzen und unter Bretter und brechen durch, wenn niemand mehr auf der Baustelle ist. Über bewohnten Räumen gilt das erst recht.

Auch auf mineralischem Untergrund sind Feuerarbeiten am Dach kein Nebenbei-Verfahren: Die berufsgenossenschaftlichen Regeln verlangen dafür eine vorherige Gefährdungsbeurteilung und besondere Brandschutzmaßnahmen — Brandwache, Löschmittel, Nachkontrolle.
Wer die Haltbarkeit einer Schweißbahn will, lässt sie vom Fachbetrieb verlegen. Für die eigene Hand bleiben die beiden folgenden Verfahren. (Diese Linie gilt auf allen Seiten dieses Ratgebers — siehe Anleitungen Nr. 06 und Nr. 08.)
Kaltselbstklebende Bahnen
Die Unterseite ist mit einer Klebeschicht versehen, die Folie wird abgezogen, die Bahn angerollt. Kein Feuer, kein Kleber, kein Spezialwerkzeug. Für Eigenleistung die naheliegende Wahl. Voraussetzung: Der Untergrund muss sauber, trocken und ausreichend warm sein — unter etwa zehn Grad klebt es nicht zuverlässig.
Nageln
Die klassische Methode auf Holzunterlage: Die erste Lage wird genagelt, die zweite darüber verklebt — in Eigenleistung kalt, das Verschweißen der Oberlage bleibt dem Fachbetrieb. Nur auf Holz möglich, nicht auf Beton, und nie als einzige Lage in der Fläche — Nagellöcher sind Durchdringungen.
Kaltkleber
ist die vierte Möglichkeit: Bitumenkleber wird aufgetragen, die Bahn eingelegt. Sauber zu verarbeiten, aber langsamer und mit Trocknungszeit.

Unser Dachbahnen & Folien Sortiment 3 Produkte

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125,50 € /Rolle
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226,10 € /Rolle

Ein- oder zweilagig

Zweilagig ist der Regelfall
und das, was die Fachregeln für dauerhafte Abdichtungen vorsehen: eine Unterlagsbahn und eine Oberlagsbahn, versetzt verlegt, sodass keine Naht über einer Naht liegt.
Einlagig
kommt bei untergeordneten Bauteilen vor — einem Schuppendach, das in zehn Jahren ohnehin ersetzt wird. Bei einer Garage, die dreißig Jahre halten soll, ist zweilagig die richtige Entscheidung.
Die Oberlagsbahn ist besandet oder beschiefert. Diese Bestreuung ist kein Dekor: Sie schützt das Bitumen vor UV-Strahlung. Eine unbestreute Bahn als oberste Lage altert um ein Vielfaches schneller.

Die Anschlüsse — hier passieren die Schäden

In der Fläche geht selten etwas kaputt. Undicht wird ein Flachdach an den Rändern und Durchdringungen.
Der Wandanschluss
muss ausreichend hoch über die Dachfläche geführt werden. Die Fachregeln nennen eine Mindesthöhe, und sie ist höher, als die meisten vermuten — bei Dächern ohne Gefälle nochmals mehr. Zu niedrig angeschlossen läuft Wasser bei Starkregen oder Schneeanhäufung dahinter.
Der Randabschluss
braucht ein Profil oder Blech, das die Bahn hält und Wasser abtropfen lässt. Eine Bahn, die einfach über die Kante geklappt wird, löst sich mit der Zeit und schlägt im Wind.
Durchdringungen
— Rohre, Lüftungen, Antennenmasten — werden mit Manschetten gearbeitet, nicht mit Dichtmasse. Dichtmasse ist eine Übergangslösung, keine Abdichtung.
Der Notüberlauf
wird regelmäßig vergessen. Wenn der reguläre Ablauf verstopft, muss das Wasser irgendwo hin — sonst steht es auf dem Dach und die Last steigt schnell in einen Bereich, für den die Konstruktion nicht gebaut ist. Bei umlaufender Attika ist ein Notüberlauf keine Option, sondern notwendig.
Beratungsgespräch bei Franke Baustoffe: Musterplatten und Farbkarten im Vergleich
  Baustoffhandel seit 1978
Aufbau unklar? Wir gehen ihn durch
Aufbau und Fläche durchgeben — wir stellen Ihnen die Materialliste für Bahnen, Anschlüsse und Voranstrich zusammen.
Beratung anfragen05839 97786-0Mo–Fr · Schneflingen

Werkzeug und Material für die Flachdachabdichtung

WerkzeugMaterial
Cuttermesser mit HakenklingeUnterlagsbahn
AndrückrolleOberlagsbahn, besandet oder beschiefert
Besen, HandfegerBitumen-Voranstrich (Primer)
Zollstock, Richtscheit, KreideManschetten für Durchdringungen
Dachdeckerhammer, Pappnägel (bei Holz)Randprofil oder Tropfblech
Kaltkleber-Spachtel oder RolleKaltkleber oder selbstklebende Bahnen
KnieschonerNägel mit breitem Kopf
Handschuhe, feste Schuhe

Was in dieser Liste bewusst fehlt

Gasbrenner, Schlauch und Flasche. Das Flämmen fällt für die Eigenleistung aus (siehe „Die drei Verfahren") — die Werkzeugliste oben ist die vollständige Ausrüstung für die kalt selbstklebende Arbeitsweise.
10 Arbeitsschritte
8 Werkzeuge
7 Materialposten

Flachdach abdichten: Schritt für Schritt

1

Wetter prüfen

Trocken, ausreichend warm, kein Regen in Sicht. Kaltselbstklebende Bahnen brauchen Untergrundwärme; im Frühjahr und Herbst morgens zu kalt.

2

Untergrund prüfen und vorbereiten

Alte Abdichtung beurteilen, Probeschnitt setzen. Bei Neuaufbau: Schalung auf lose Bretter und hervorstehende Nägel prüfen. Fläche kehren, alles Lose entfernen.

3

Gefälle kontrollieren

Wasser abschütten und zusehen, wo es steht. Diese Stellen markieren — hier wird später besonders sorgfältig gearbeitet oder das Gefälle nachgebessert.

4

Voranstrich auftragen

Auf mineralischem Untergrund Pflicht, auf Holz je nach Systemvorgabe. Durchtrocknen lassen.


Phase 2: Abdichten

5

Unterlagsbahn verlegen

Von der tiefsten Stelle aus, quer zur Gefällerichtung, damit das Wasser über die Nähte läuft und nicht dagegen. Überlappung nach Herstellerangabe einhalten.

6

Anschlüsse hochführen

An Wand und Attika die Bahn nach oben führen, Kehlen mit Zuschnitten arbeiten. Ein Anschluss wird nicht geknickt, sondern in einer Rundung geführt — scharfe Kanten reißen.

7

Durchdringungen einbinden

Manschetten setzen, einbinden, andrücken.

8

Oberlagsbahn verlegen

Nähte versetzt zur Unterlage, mindestens um die halbe Bahnbreite. Bei jeder Bahn den Rand sorgfältig andrücken — dort öffnet sich die Naht, wenn irgendwo.


Phase 3: Anschlüsse und Abnahme

9

Randabschluss setzen

Profil oder Blech montieren, Bahn einbinden.

10

Kontrolle

Alle Nähte abgehen und mit der Hand prüfen. Wo sich eine Kante anheben lässt, wird nachgearbeitet. Anschließend Wasserprobe.

Die häufigsten Fehler an Bahnen und Anschlüssen

FehlerFolge
Über feuchten Untergrund abgedichtetWasser bleibt eingeschlossen, Blasen, Fäulnis
Kein Gefälle hergestelltstehendes Wasser, Abdichtung altert an diesen Stellen zuerst
Bahnen längs zum Gefälle verlegtWasser läuft gegen die Nähte
Nähte nicht versetztSchwachstelle über Schwachstelle
Wandanschluss zu niedrigWasser läuft bei Starkregen dahinter
Durchdringung mit Dichtmasse statt Manschettealtert, reißt, wird undicht
Notüberlauf fehltWasser staut sich, Lastproblem
Bei zu niedriger Temperatur selbstklebend verlegtBahn klebt nicht, löst sich bei Sturm
Unbestreute Bahn als oberste LageUV-Schaden nach wenigen Jahren

Was die Flachdachabdichtung kostet

Die Materialkosten hängen an drei Größen: Fläche, Anzahl der Lagen und Bahnentyp. Eine kaltselbstklebende Elastomerbitumenbahn liegt über einer einfachen Bitumenbahn, hält aber deutlich länger und ist ohne Brenner verlegbar. Dazu kommen Voranstrich, Manschetten und der Randabschluss — Posten, die klein wirken und in der Summe spürbar sind.
Bitumen- und Dachbahnen109,00–226,10 €/Rolle
Drei aktive Artikel, Rollenware für Unterlage und Oberlage.
Zubehör und Anschlussteile16,50–43,35 €/Stk.
Randprofile, Manschetten, Befestiger.
Preise aus dem Franke-Sortiment, Stand 25. August 2026, brutto. Spannen über die aktiven Artikel der jeweiligen Warengruppe — Ausführung, Größe und Bedienung bestimmen, wo man darin landet.
Nicht vergessen: die Entsorgung der alten Abdichtung. Bitumenhaltige Dachbahnen gehören nicht in den Bauschutt, sondern werden getrennt entsorgt. Bei älteren Aufbauten kann Teerpappe vorliegen — die ist gesondert zu behandeln, siehe unten.

Wann der Fachbetrieb ranmuss

FallWarum
Warmdach mit Dämmung im AufbauBauphysik, Dampfdruckausgleich
Innenliegende Entwässerung, GullyAnschlussdetails, Rückstau
Verdacht auf Teerpappe im Altbestandgesonderte Entsorgung, Schutzmaßnahmen
Durchfeuchtete TragkonstruktionTragfähigkeit muss beurteilt werden
Kein Gefälle herstellbarSonderkonstruktion nach Regelwerk
Schweißarbeiten über bewohnten RäumenBrandgefahr

Regelwerk: die Flachdachrichtlinie

Für Flachdächer gelten die Fachregeln des Dachdeckerhandwerks — im Sprachgebrauch die Flachdachrichtlinie. Sie regelt Mindestgefälle, Anschlusshöhen, Lagenaufbau und Nahtausführung und gilt als anerkannte Regel der Technik. Bei einem Streit über einen Wasserschaden wird danach beurteilt, auch bei Eigenleistung.
Die konkreten Werte in der aktuell gültigen Fassung nennen — sie werden fortgeschrieben.
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Was beachtet werden muss

Absturzsicherung

Die Zwei-Meter-Marke aus dem gewerblichen Arbeitsschutz ist keine Freigrenze, unterhalb derer man ungesichert arbeiten dürfte. Sie ist der Punkt, ab dem im Betrieb zwingend gesichert werden muss — schwere Verletzungen entstehen auch darunter. Maßgeblich ist die konkrete Gefährdung: Wie hoch, welcher Untergrund, wie oft geht man rückwärts an die Kante?
Für die Praxis heißt das: An offenen Rändern gehören Seitenschutz oder eine tragfähige Arbeitsplattform dazu, nicht Vorsicht als Konzept. Ein Garagendach ist niedrig — aber der Rand ist beim Rückwärtsarbeiten nicht im Blick, und der Aufprall erfolgt auf Pflaster.
Leiter oder Gerüst
Die Leiter ist ein Zugangsmittel, kein Arbeitsplatz: Für kurze Griffe und Kontrollen genügt sie, für das Ausrollen, Ausrichten und Andrücken von Bahnen nicht. Sobald eine Arbeit beide Hände braucht, sich über Stunden oder mehrere Meter zieht oder ein Bauteil gehalten werden muss, gehören Gerüst oder Arbeitsbühne dazu. Eine zweite Person macht eine Leiter nicht zum sicheren Arbeitsplatz.
Brandgefahr beim Flämmen
Offene Flamme auf Holzschalung ist die häufigste Ursache für Brände bei Dacharbeiten. Glutnester ziehen in Ritzen, glimmen stundenlang unbemerkt weiter und brennen durch, wenn längst niemand mehr da ist. Für die Eigenleistung fällt das Verfahren aus — nicht „heikel", sondern raus. Die kalt selbstklebende Bahn ist die Alternative; wer die Haltbarkeit einer Schweißbahn braucht, lässt sie vom Fachbetrieb verlegen.
Auch dort ist es kein Nebenbei-Verfahren: vorherige Gefährdungsbeurteilung, ein geeigneter Feuerlöscher — kein Wassereimer, weil Wasser brennendes Bitumen verspritzt und den Brand verteilt, und eine Brandwache mit mehrfacher Nachkontrolle über Stunden nach Arbeitsende.
Teerpappe im Altbestand
Sehr alte Aufbauten können teerhaltig sein. Teerhaltige Bahnen enthalten gesundheitsschädliche Stoffe, sind gesondert zu entsorgen und dürfen nicht erhitzt werden. Bei Unsicherheit über das Alter: prüfen lassen, bevor gearbeitet wird.
Wetter
Trocken, über zehn Grad, kein Regen für die nächsten Stunden. Eine halb verlegte Abdichtung im Regen ist Ausschuss.
Was schiefgeht, wenn man es falsch macht
Ein undichtes Flachdach zeigt sich nicht an der Stelle, an der es undicht ist. Wasser läuft auf der Tragschicht weiter und tropft dort, wo es einen Weg nach unten findet. Deshalb wird die Suche nach der Ursache teuer — und deshalb ist die sorgfältige Naht wichtiger als die schnelle Fläche.
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